Punkband Pussy Riot als “Person des Jahres” vom Magazin „Time“ nominiert

Die Musikerinnen der Skandal-Band Pussy Riot sind in die Liste der Kandidaten des Time Magazine aufgenommen worden, die zur „Person des Jahres 2012" gewählt werden können. Wer zum Sieger gekürt wird, bestimmen sowohl die Redaktion als auch die Leserschaft des renommierten Wochenblatts.

„In dem Jahr, in dem zahlreiche Stimmen zum Schutz der Freiheit und des Andersdenkens hart abgewürgt wurden, zahlten die Mitglieder der feministischen Punkband Pussy Riot einen absolut unangemessenen Preis für die provokatorische Bekundung ihrer politischen Ansichten", schreibt das Time Magazin.

Bei einer Online-Abstimmung pflichteten allerdings nur 34 Prozent der Leser und Leserinnen dieser Wahl der Redaktion zu, während 66 Prozent gegen eine Aufnahme von Pussy Riot in die Nominierungsliste votierten.

Unter den Nominierten sind US-Staatschef Barack Obama, der ägyptische Präsident Mohammed Mursi und sein syrischer Amtskollege

Baschar al-Assad (wenn auch mit einem ausgeprägt negativen Rating), die US-Außenministerin Hillary Clinton sowie der US-Schwimmer Michael Phelps, Goldmedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele. Die meisten Sympathien hat momentan die 15-jährige Pakistanerin Malala Yousafzai, die sich seit Jahren für Schulbildung für Mädchen einsetzt. Vor einem Monat hatten radikal-islamische Taliban-Milizen das Mädchen „hinzurichten" versucht. Das schwer verletzte Mädchen überlebte und errang Weltrum als ein Symbol von Mut und Kühnheit im Kampf um die Frauenrechte.

 2011, in dem von Massenunruhen und Protesten geprägten Jahr, hatte das Time Magazine die anonyme Person „Demonstrant" zur „Person des Jahres 2011" gekürt. 2007 hatte das Time Magazine übrigens Russlands Präsident Wladimir Putin zur Person des Jahres gewählt.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti. 

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