Lukoil bewirbt sich um Lizenz im norwegischen Schelf

Die russische private Ölgesellschaft Lukoil wird laut dem Chef der Lukoil-Tochter Lukoil Overseas, Andrej Kusjajew, höchstwahrscheinlich an der 22. Ausschreibung für die Erschließung der norwegischen Schelfabschnitte in der Barentssee teilnehmen. „Wir prüfen diese Frage gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern. Wir wollen demnächst eine Entscheidung darüber treffen. Unsere Teilnahme ist sehr wahrscheinlich", so der Manager.

Die Ende Juni in Norwegen ausgeschriebene 22. Lizenzrunde für die Energieträgervorkommen im norwegischen Teil der Barentssee soll im Frühjahr 2013 mit der Vergabe von Lizenzen abgeschlossen werden. Das für Auslandsgeschäfte zuständige Lukoil-Unternehmen Lukoil Overseas hatte sich bereits früher mit den norwegischen Unternehmen Det Norske Oljeselskap ASA, Lundin Norway und North Energy für die Teilnahme an der Ausschreibung liiert. Darüber hinaus bereitet sich Lukoil Overseas auf die nächste, 23. Ausschreibung vor, die in den Jahren 2014 bis 2015 durchgeführt werden und Gebiete im südlichen Teil der an Russland angrenzenden „grauen Zone" der Barentssee betreffen soll.

Das norwegische Ministerium für Öl und Energie hatte Lukoil im August 2011 als Betreiber von Projekten auf dem norwegischen Kontinentalschelf

qualifiziert. Im Rahmen der 22. Lizenzrunde waren insgesamt 86 Blöcke, 14 davon im Europäischen Nordmeer und die anderen 72 in der Barentssee, ausgeschrieben worden. Lizenzrunden für die unerschlossenen Schelfgebiete Norwegens werden zweimal im Jahr durchgeführt. Der norwegische Staat unterstützt die Schelfprojektbetreiber und übernimmt 78 Prozent der Kosten für die geologische Erkundung, darunter auch für das Niederbringen von Erkundungsbohrungen.

Wie Lukoil-Präsident Wagit Alekperow früher mitgeteilt hatte, will das Unternehmen gemeinsam mit dem norwegischen Konzern Statoil an den Ausschreibungen für die Erschließung von Energieträgervorkommen in Norwegen teilnehmen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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