Georgien plant „technisches“ Treffen mit russischem Regierungsvertreter

Der Russland-Beauftragte der georgischen Regierung, Surab Abaschidse, sieht sein bevorstehendes Treffen mit einem russischen Regierungsvertreter als ein „technisches" an. Beide Staaten unterhalten seit vier Jahren keine diplomatischen Beziehungen.

„Wir stellen keine Vorbedingungen für den Beginn des Dialogs und erwarten von Russland dasselbe", sagte Abaschidse am Montag in Tiflis. Er werde sich vermutlich mit dem russischen Vizeaußenminister Grigori Karassin treffen. „Das Treffen wird technischen Charakter haben."

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte am Sonntag ein Treffen zwischen russischen und georgischen Vertretern für die nähere Zukunft angekündigt. Nach georgischen Angaben kommt das Treffen bereits in dieser Woche in der Schweiz zustande.

Der neue georgische Regierungschef Bidsina Iwanischwili bezeichnet eine Normalisierung mit Russland als eine seiner Prioritäten. Georgiens

Präsident Michail Saakaschwili hatte 2008 die Beziehungen zu Russland abgebrochen, nachdem Moskau die beiden abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien als staatlich unabhängig anerkannt hatte. Der Anerkennung war ein blutiger Angriff der georgischen Armee auf Südossetien vorausgegangen, der zahlreiche Zivilisten das Leben kostete und erst nach einer Intervention russischer Truppen abgewehrt werden konnte. Georgien betrachtet die beiden Republiken, die auch von Nicaragua, Venezuela und den pazifischen Zwergstaaten Nauru und Tuvalu als unabhängige Staaten anerkannt worden sind, weiter als sein Hoheitsgebiet.

Dieser Beitrag ersschien zuerst bei RIA Novosti. 

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