Wolga-Autowerke kommen unter Kontrolle von Renault-Nissan und Rostechnologii

Die russischen Wolga-Autowerke (AwtoWAS) in Togliatti, Gebiet Samara, werden unter die Verwaltung der Autohersteller-Allianz Renault-Nissan und der russischen Staatskorporation Rostechnologii gestellt.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die beiden Unternehmen ein Abkommen über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Verwaltung von AwtoWAS unterzeichnet.

Demgemäß soll die Allianz ein Kontroll-Aktienpaket und Rostechnologii ein Blockpaket an dem Auto-Giganten erhalten. Carlos Gone, Präsident der Allianz Renault-Nissan, übernimmt die Leitung des Gemeinschaftsunternehmens. Die Allianz investiert 23 Milliarden Rubel (748 Millionen US-Dollar) in das Gemeinschaftsunternehmen. Rund 11,3 Milliarden Rubel davon entfallen auf Renault und 11,7 Milliarden Rubel auf Nissan. Renault soll bis zum Juni 2014 einen Anteil von 50,1 Prozent und Nissan von 17,03 Prozent an AwtoWAS erhalten. Rostechnologii rechnet mit 32,87 Prozent. Der Aufsichtsrat von AwtoWAS soll von zwölf auf 15 Mitglieder erweitert werden. Rostechnologii-Chef Sergej Tschemesow bleibt im Amt des Ratsvorsitzenden weiter und soll diese Funktion ab Juni 2013 mit Carlos Gone als dessen Stellvertreter abwechselnd ausüben.

Dem Aufsichtsrat von AwtoWAS werden acht Manager der Allianz Renault-Nissan angehören, deren Kandidatur auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung des russischen Autoherstellers bestätigt werden soll. Zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses im Jahr 2014 soll das Gemeinschaftsunternehmen von Troika Dialog Investments Ltd. alle ihm gehörenden AwtoWAS-Aktien (20,14 Prozent) übernehmen.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen wird alle Grundkapital-Aktien von AwtoWAS besitzen und ein stabiler und langfristiger Kontrollaktionär des größten Autoherstellers Russlands sein.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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