Sibirien: Zwei Kisten Wodka für halb erfrorene Zirkus-Elefanten

Zwei Elefanten sind auf einer Autostraße in Westsibirien zunächst dem Feuer- und gleich danach dem Kältetod entronnen. Die Zirkustiere kamen mit Erfrierungen an den Ohren davon und wurden mit Unmengen an Wodka aufgepäppelt, teilte ein Vertreter der Administration des Rajons Tatarski im Gebiet Nowosibirsk RIA Novosti mit.

Den lokalen Zivilschutzbehörden zufolge war der Transporter, in dem die Tiere sich befanden, völlig ausgebrannt. Der Fahrer war rechtzeitig auf den Rauch aufmerksam geworden und hatte angehalten.

Der Dompteur jagte daraufhin die Elefanten auf die Straße, wo eine Temperatur von minus 40 Grad herrschte, und hielt die wärmeliebenden Säuger in Bewegung. Danach wurden die Tiere in eine beheizte Garage geschafft, wo ihnen – Wodka eingeflößt wurde. „Zwei Kisten Wodka wurden mit Wasser verdünnt und den Elefanten verabreicht. (...) Wie die danach losbrüllten – sicher vor Freude", schloss der Behördensprecher. Die „Dickhäuter" hätten gründliche tierärztliche Untersuchungen hinter sich, hieß es. „Sie haben sich leichte Erfrierungen an den Ohrenspitzen zugezogen. Die wurden mit einer Spezialsalbe behandelt. Wie ich das verstehe, ist ihnen sonst nichts Schlimmes passiert", sagte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur. Der Tierdresseur trug ebenfalls Erfrierungen davon und wurde im nächstgelegenen Krankenhaus behandelt.

Laut den für den Elefantentransport zuständigen Personen sind die beiden Elefanten 45 bzw. 48 Jahre alt, jeweils fünf Tonnen schwer und gehören einem russischen Wanderzirkus.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.