Barrierefrei und behindertengerecht: Moskauer Behörden planen Anpassungsarbeiten

Mehr als 170 Kultureinrichtungen in Moskau sollen in diesem Jahr an die Bedürfnisse der Behinderten angepasst werden. Das teilte der Chef des Moskauer Departements für Kultur, Sergej Kapkow, am Montag in einer Sitzung der zuständigen Kommissionen der Stadtduma, mit.

Wie der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin früher geäußert hatte, soll „bis zum Jahr 2016 ein hindernisfreies Medium in allen Verkehrs- und Sozialobjekten der Stadt" geschaffen werden. Sobjanin ordnete an, die Moskauer U-Bahn an die körperlichen Bedingungen der Behinderten

anzupassen und alle neuen Gebäude behindertengerecht zu bauen. „Laut dem Staatsprogramm ‚Soziale Unterstützung für die Einwohner der Stadt Moskau' sind in diesem Jahr mehr als 160 Millionen Rubel (rund vier Millionen Euro) für die Anpassung von rund 170 kulturellen Einrichtungen an die Bedürfnisse der Behinderten verwendet worden", so Kapkow.

Nach Angaben des hauptstädtischen Departements für Kultur sind noch rund 443 Objekte an die Belange der Bewegungsbehinderten anzupassen. Weitere 228 Objekte sind schon teilweise oder vollständig behindertengerecht. In Moskau leben derzeit mehr als 1,2 Millionen Behinderte. Mehr als 15 100 von ihnen sind sehbehindert bzw. blind, 6500 schwerhörig oder taub, 22 100 haben Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates und 5800 haben Störungen infolge von infantiler Zerebralparese.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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