Russland gegen ausländische Militärpräsenz in Afghanistan nach 2014

Russland ist laut Sicherheitsratssekretär Nikolai Patruschew nicht mit einer langfristigen ausländischen militärischen Präsenz in Afghanistan einverstanden. Deshalb sei es wichtig, dass Russland an den Diskussionen zur Zukunft der Islamischen Republik nach 2014 vollwertig teilnehme.

Der Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan ist für Ende 2014 geplant. Zugleich sprachen das Weiße Haus und das Pentagon über Pläne, eine unwesentliche militärische Präsenz im Land nach 2014 beizubehalten, nannten jedoch nicht die mögliche zahlenmäßige Stärke des US-

Kontingents, das in Afghanistan bleiben soll. Derzeit sind bis zu 70 000 US-Armeeangehörige in Afghanistan stationiert.

„Was den angekündigten Abschluss des Abzuges des US-Truppenkontingents aus Afghanistan im Jahr 2014 anbelangt, ist da nicht alles so eindeutig. Ungeachtet der Reduzierung des Truppenkontingents plant Washington, seine langfristige militärische Präsenz im Land auch nach 2014 mindestens für zehn Jahre zu verankern", betonte Patruschew. Wie er weiter ausführte, erwarte Russland von seinen Partnern, dass sie einen exakten Plan vorlegen: Welche Stützpunkte sie für welche Dauer belassen und wie deren Rechtsstatus aussehen soll, müsse in einem Mandat des UN-Sicherheitsrates für eine neue Operation verankert werden, hieß es.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.