Putin widerspricht Barroso im Streit über Gaspreise

Russlands Präsident Wladimir Putin und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso haben am Freitag in Brüssel heftig über Energieprobleme diskutiert.

In der abschließenden Pressekonferenz nach dem 30. Russland-EU-Gipfel in der belgischen Hauptstadt erläuterte Barroso auf die letzte Frage eines Reporters hin, wie sich die Anbindung der Gaspreise an die Ölpreise auf den Energiemarkt Europas auswirkt. "Russische Unternehmen sollten

die in dieser Sphäre geltenden EU-Regeln achten", sagte der Kommissionspräsident in Anspielung auf hohe Preise für russisches Gas. Putin führte Barrosos ausgiebige Äußerungen auf die Haltlosigkeit seiner Position zurück und schlug den anwesenden Journalisten vor, an die Geschichte zu appellieren. "Die Anbindung der Gaspreise an die Ölpreise ist keine russische Erfindung. Dieser Modus wurde Anfang des vergangenen Jahrhundert von den Niederlanden eingeführt und seitdem bedingungslos angewandt. Der Ölpreis wird nicht mit administrativen, sondern ausgesprochen mit marktwirtschaftlichen Methoden festgelegt", sagte der russische Präsident.

"Das ist unsere direkte Diskussion. Herr Barroso und ich diskutieren seit Jahren so. Aber ungeachtet dessen, dass mehrere Probleme kompliziert zu sein scheinen, lösen wir sie und haben unseren gegenseitigen Warenumsatz auf eine Summe von rund 400 Milliarden US-Dollar (im Jahr) steigern können", sagte Putin.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.