Die Weihnachtsmärkte der Hauptstadt

Foto: PhotoXPress

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Dieses Jahr gibt es an vielen bekannten Ecken Moskaus leckeren Lebkuchen, Glühwein und gebrannte Mandeln. In Mitten kleiner, stimmungsvoller Hüttendörfer laden weihnachtlich geschmückte Stände zum Verweilen ein. Kommen Sie mit auf einen kleinen Rundgang über die Weihnachtsmärkte Moskaus.

Glühwein, Weihnachtsschmuck und ein Weihnachtsmann aus Schokolade – all das und viele weitere Attribute des Glücks gehören zu einem richtigen Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr sind in Moskau über hundert Weihnachtsmärkte geplant, bei denen man die spezielle Vorfreude auf die beiden beliebtesten Feste des Jahres erleben kann: Neujahr und Weihnachten, das in Russland am 7. Januar gefeiert wird. Die Fassaden der Straßen und Gebäude werden bereits jetzt geschmückt, und die meisten Märkte sind ab dem 23. Dezember geöffnet.

Der für Moskau ungewöhnlichste Markt wird der „Straßburger Weihnachtsmarkt“ auf dem Manegeplatz sein. Dessen festliche Eröffnung wird am 23. Dezember unter der Teilnahme des Bürgermeisters von Straßburg Roland Ries stattfinden. Auf dem Platz vor dem Kreml werden etwa 20 kleine Holzhütten aufgestellt. Die Veranstalter möchten die Besucher voll in die Atmosphäre europäischer Weihnachtsmärkte eintauchen lassen. Hier sollen Geschenke, Souvenirs, Weihnachtsbäume, Spielzeug, französische Spezialitäten und vieles mehr feilgeboten werden. Für all jene Moskauer, die über die Weihnachtsferien zuhause bleiben, ist der Straßburger Markt keine schlechte Alternative zu den „echten“ Weihnachtsmärkten in Europa.

Ein ganzes Weihnachtsdorf wartet bereits auf dem Allrussischen Ausstellungszentrum (dem Gelände der berühmten ehemaligen sowjetischen Landesausstellung WDNCh) auf Besucher. Hier gibt es über 50 Holzhäuschen, die mit dem typisch russischen geschnitzten Fensterrahmenwerk verziert sind. Kaufen kann man hier von Hand bemalte Spielsachen, warme Handschuhe, Lebkuchen und vielen anderen weihnachtlichen Krimskrams. In den Hütten kann man sich mit Tee, Glühwein mit Zimt und auch etwas Hochprozentigerem wärmen. Wer seine Geschenke lieber selber bastelt, kann dies an Workshops für Weihnachtsschmuck, Partydekor usw. tun. Beim Brunnen der Völkerfreundschaft soll bald eine riesige Eisbahn mit einer Fläche von 10 000 Quadratmetern entstehen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Weihnachtsmärkten, hat das Weihnachtsdorf im Allrussischen Ausstellungszentrum bereits am 24. November seine Tore geöffnet. Anscheinend ist es für dieses Geschäft nie zu früh.

Vom 22. bis 30. Dezember kann man auch den Weihnachtsmarkt im Sokolniki-Park besuchen. Die Veranstalter versprechen, den Geist der europäischen Weihnachten zu vermitteln, indem sie die Erfahrungen und Traditionen französischer, deutscher, belgischer und österreichischer Weihnachtsmärkte übernehmen. Hier kann man nicht nur traditionelles Kunsthandwerk und handgemachten Weihnachtsschmuck kaufen, sondern auch Kristallwaren, Pelze und Designerkleidung. Für die Besucher des Markts wird es unter anderem kulinarische Kurse und originelle Workshops zu Stickerei oder keramischer Floristik geben. Zudem soll ein „Café Bauernhof“ eröffnet werden, in der die ökologischen Erzeugnisse von Bauernhöfen aus dem Moskauer Umland angeboten werden.

Einen weiteren Markt gibt es, gut versteckt, im Ermitage-Park. Die Macher orientieren sich auch hier an Europa und versuchen, die Stimmung der Alten Welt maximal wiederzugeben. Der Markt findet bereits zum vierten Mal statt und nimmt fast die gesamte Fläche des Parks ein. Über 50 Stände mit verschiedenen Spielsachen, Weihnachtsschmuck und Kunsthandwerk bieten ihre Ware an. Cafés mit Glühwein und Ingwerkeksen, eine Eisbahn, Schneeballschlachten und Schlittenbahnen – all das erwartet einen in der Ermitage. Zwar kostet der Eintritt 350 Rubel, aber für Kinder bis zehn Jahre ist der Zugang gratis.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland