Der Countdown läuft

Ungefähr 22,5 Milliarden Euro sind für den Bau von Einrichtungen und den Ausbau der Infrastruktur in Sotschi vorgesehen. Foto: Michail Mordassov/ Focuspictures

Ungefähr 22,5 Milliarden Euro sind für den Bau von Einrichtungen und den Ausbau der Infrastruktur in Sotschi vorgesehen. Foto: Michail Mordassov/ Focuspictures

Noch gibt es viel zu tun, vor allem bei der Verbesserung der Infrastruktur. Doch die Organisatoren sind davon überzeugt, dass zur Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele alles fertig sein wird.

In weniger als 400 Tagen beginnen in der südrussischen Stadt Sotschi die Olympischen Winterspiele 2014. Ungeachtet der noch zu bewältigenden Verbesserungen der Infrastruktur, sind die Pläne für Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung bereits weit fortgeschritten.

Laut der russischen Tageszeitung Iswestija soll ein Schauspieler, der den

Zahlen

 

123 Tage wird es dauern, bis die Olympische Fackel ihren Weg durch Russland bis zur Gastgeberstadt Sotchi erreicht haben wird. Dies wird die längste Anreise der Flamme in der Geschichte der Olympischen Winterspiele sein.

482 neue Wohnhäuser und 518 Appartements sind gebaut worden, um 3.000 Bürger, die zuvor auf dem Territorium der Olympischen Anlagen gewohnt haben, umzusiedeln.

Es wird damit gerechnet, dass 1,2 Millionen Touristen Sotchi während der Spiele besuchen werden. Um diesem Ansturm gerecht zu werden, wurden neue Hotels gebaut.

Zu den Spielen werden 41.467 Zimmer verfügbar sein.

Zaren Peter I. (den Großen) darstellt, die Spiele eröffnen, indem er eine Flottille aus fünf Schiffen, an Bord derer sich die Helden klassischer russischer Märchen befinden, anführt.

Die Feier wird aus mehreren thematischen Blöcken bestehen, die über die russische Literatur und Geschichte erzählen. Insgesamt 49 Millionen Euro sollen für die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung ausgegeben werden. Das sind etwa 20 Prozent weniger als bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London.

Dmitrij Tschenyschenko, Chef des Sotschi-Organisationskomitees, verkündete, dass die Infrastruktur zu 70 Prozent fertiggestellt sei und die Vorbereitungen dem Zeitplan für Russlands erste Winterspiele entsprächen.

„Sotschi wird das Schaufenster Russlands sein", berichtete Tschenyschenko gegenüber The Associated Press. Präsident Wladimir Putin habe die Spiele in Sotschi zur Chefsache seiner dritten Amtszeit erklärt und sähe das Ereignis als ein Schlüsselprojekt zur Verbesserung des internationalen Images von Russland an.

Ungefähr 22,5 Milliarden Euro sind für den Bau von Einrichtungen und den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen. Ein Teil davon fließt in die Erweiterung von Straßen, von denen einige noch vor ein paar Jahren lediglich einspurig waren.

Etwa 1,2 Millionen Touristen werden bei den Spielen in Sotschi erwartet, was voraussichtlich ein Unterbringungsproblem mit sich bringen wird. Zurzeit bietet die Stadt gerade einmal 34.000 Hotelzimmer an. Das Internationale Olympische Komitee besteht jedoch darauf, dass Sotschi mindestens 41.467 Plätze zur Verfügung stellen müsse.

Ein neues staatliches Programm soll nun helfen, das Problem mit den Unterkünften zu lösen. Dies soll vor allem durch den Bau von Hotels in der Innenstadt von Sotschi sowie in der Nähe von Adler und Krasnaja Poljana, also an den Orten, an denen die meisten der sportlichen Ereignisse stattfinden, erreicht werden.

Auch andere Gebiete im Süden Russlands sollen eine verbesserte Logistik und Infrastruktur erhalten, vieles davon wird auf der grünen Wiese errichtet. Mehr als fünfzig neue Verkehrswege entstehen. Es werden über 367 Straßenkilometer einschließlich Brücken gebaut, 201 Eisenbahngleise verlegt und 20 Kreuzungen sowie mehrere Tunnel angelegt. Die Kosten teilen sich das Verkehrsministerium und die Projektentwickler.

Die Umgehungsstraße um Sotschi herum wurde 2009 vollendet und schließt 15 Brücken und fünf Tunnel ein, die insgesamt über zehn Kilometer lang sind. Eines der wichtigsten Bauprojekte, das noch vollendet werden muss, ist die kombinierte Auto- und Eisenbahnstraße zwischen Adler, wo sich der Flughafen befindet, und dem Ferienort Alpinka Service bei Krasnaya Polyana. Das Projekt soll schätzungsweise 242 Milliarden Rubel (etwa sechs Milliarden Euro) kosten.

Die russischen Athleten schneiden traditionell bei Winterspielen nicht schlecht ab. Dennoch hoffen die Offiziellen, dass der Heimvorteil einen zusätzlichen Ansporn bietet. Die russische Mannschaft ist überzeugt, dass sie ihr Ergebnis der Spiele 2010 in Vancouver übertreffen kann, wo sie den elften Platz in der Medaillenwertung erzielte.

 

Die Sportler erhalten ihr Visum schneller

 

Präsident Wladimir Putin  hat ein Gesetz unterzeichnet, das den Prozess der Visaerteilung für ausländische Athleten, die 2014 zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen nach Sotschi fahren wollen, vereinfacht.

Dank dem Gesetz wird der Föderale Migrationsdienst im Stande sein, Visa zu erteilen und diese auf Antrag des Olympischen Organisationskomitees der Spiele 2014 in Sotschi per E-Mail an die entsprechenden diplomatischen Vertretungen und Konsularabteilungen in Russland zu senden.

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