Gazprom und NOVATEK gründen Joint Venture für Gasverflüssigung

Die beiden größten russischen Gasförderer - Gazprom und NOVATEK, haben sich auf die Gründung eines Joint Ventures zur Verflüssigung von Erdgas (LNG) auf der Halbinsel Jamal geeinigt. Das entsprechende Abkommen wurde am Donnerstag in St. Petersburg unterzeichnet. Das

AnstiGemeinschaftsunternehmen dürfte bis Ende 2013 aus der Taufe gehoben sein, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller. Die Machbarkeitsstudie werde voraussichtlich zum 1. Juli vorliegen.

Der Gazprom-Konzern, der unter anderem die Felder Sewero-Tambejskoje, Sapadno-Tambejskoje und Tassijskoje im Nordosten von Jamal mit geschätzten Reserven von 1,56 Milliarden Kubikmetern besitzt, soll NOVATEK noch im vergangenen Jahr 25 Prozent der Anteile an dem LNG-Joint-Venture angeboten haben. "Mit Gazprom-Reserven auf Jamal werden wir die von NOVATEK geplanten LNG-Kapazitäten von 16,5 Millionen Tonnen (im Jahr) nahezu verdoppeln", kündigte Miller am Donnerstag an. Flüssiggas werde vor allem an Märkte im asiatisch-pazifischen Raum geliefert. Eigens dazu würde eine Flotte eisgängiger Tanker gebaut, sagte er.

NOVATEK und die französische Total bauen bereits auf Jamal ein LNG-Werk auf der Basis des Feldes Juschno-Tambejskoje, für das NOVATEK eine Förderlizenz besitzt. In dem Feld lagern vermutlich bis zu einer Milliarde Kubikmeter Gas. Die Franzosen hatten Ende 2011 von NOVATEK 20 Prozent am Projekt Jamal-LNG übernommen. Das Projekt hat einen voraussichtlichen Wert von 20 Milliarden US-Dollar. Die erste der drei Verflüssigungsanlagen mit einer Leistung von 5,5 Millionen Tonnen LNG wird voraussichtlich Ende 2016 in Betrieb gehen.

Der NOVATEK-Konzern, der das Feld Utrenneje (Salmanowskoje) auf der benachbarten Halbinsel Gydan besitzt, erklärt sich bereit, bis zu 50 Prozent der Anteile an einem zweiten Gemeinschaftsunternehmen an Gazprom abzutreten. Im Feld Utrenneje lagern vermutlich 767 Milliarden Kubikmeter Gas.

 

Dieser Beitrag ersschien zuerst bei RIA Novosti.