Schweinegrippe aus China auf Vormarsch nach Russland

Aus Angst vor der Schweinegrippe H1N1, an der in China bereits zwei Menschen gestorben sind, haben die Behörden im Fernen Osten Russlands Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzübergangspunkten zum Nachbarland verschärft.

Über gewöhnliche Pass- und Zollkontrollen hinaus wird bei einreisenden Touristen jetzt auch die Körpertemperatur gemessen - mit Infrarotthermometern, wie das russische Internetportal mail.ru berichtete. Beim Verdacht auf Fieber wird die Temperatur mit herkömmlichem Thermometer nachgeprüft. Allein in den ersten zehn Januar-Tagen mussten sich rund 15 000 einreisende Touristen untersuchen lassen. Bislang wurde das Virus nicht nachgewiesen.

Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko empfiehlt Einwohnern der Region Primorje, das benachbarte China in den nächsten Wochen lieber nicht zu besuchen. Mit zunehmender Zahl der Grippe-Kranken rechnet der Experte noch im Januar, nachdem Kinder aus den Schulferien zurückgekehrt sind. Von einer Epidemie sei aber noch keine Rede, sagte Onischtschenko.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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