Auf Putins Spuren

Foto: Artjom Sagorodnow

Foto: Artjom Sagorodnow

Über die transsibirische Autobahn geht es langsam nach Chabarowsk. Unterwegs bleiben nur zwei Minuten, um einen Stempel zu ergattern.

6. März 2013: Der lange, lange Weg nach Chabarowsk.

Gestern starteten wir unsere Fahrt auf dem 2 000-Kilometer-Abschnitt zwischen den fernöstlichen Städten Tschita und Chabarowsk. Jahrhundertelang hatte es hier keine normale Straßenverbindung gegeben. Dadurch war Russlands Ferner Osten vom restlichen Straßenverkehrsnetz

des Landes abgekoppelt. Diese fehlende Anbindung führt, wenn auch in beträchtlichem Abstand, parallel zu der im Süden gelegenen Großen Chinesischen Mauer.

Das änderte sich mit einem Schlag, als Wladimir Putin 2010 die Fertigstellung der transsibirischen Autobahn verkündete und die neu entstandene Verkehrsverbindung öffentlichkeitswirksam höchstpersönlich in einem im Inland gefertigten Lada Kalina entlangfuhr. Wann auch immer wir über ein Schlagloch oder eine Bodenrille holperten, kommentierte dies die Mannschaft sofort: „Hier ist Putin ganz sicher nicht vorbeigekommen." Insgesamt jedoch hatten wir kaum einen Grund zur Beschwerde.

Am Morgen besuchten wir noch einige Schulen, bevor wir dann das Dorf Uruscha erreichten. Hier passten wir den Zug der Veranstalter ab, der um 14 Uhr auf seinen Weg nach Chabarowsk einen kurzen Halt machte. Das war unser „bewegliches Ziel" für den heutigen Tag, und wir schafften es, uns während des zweiminütigen Aufenthalts den erforderlichen Stempel zu holen.

Im Moment fahren wir den langen, langen Weg nach Chabarowsk. Wir planen, dort morgen anzukommen. Dazu dann später mehr.

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