Das Festival der russischen Filmkunst in Berlin

Bereits zum 9. Mal findet in der deutschen Hauptstadt die Russische Filmwoche statt. Vom 27. November bis 4. Dezember werden insgesamt 16 neue Filmproduktionen – inklusive Kurz- und Animationsfilmen – von russischen Filmemachern und Stars präsentiert.

Foto: Pressebild

Die Helden der Russischen Filmwoche in Berlin sind Eishockey-Stars, Kriegsheimkehrer, Männer in der Midlife-Crisis und Priester in der Provinz. Dieses Jahr überrascht das Festival mit einer ungewöhnlichen Genrevielfalt – vom Unterhaltungsfilm, Drama und Melodram bis zum geliebten Arthouse-Film á la Russe. Der Einblick in das vielfältige aktuelle Filmschaffen wird durch ein Kurzfilmprogramm sowie die Präsentation neuer Zeichentrickfilme abgerundet. Parallel zu der Filmwoche ist im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur eine fotografische Hitchcock-Interpretation der Künstlerin Jewgenija Gladzkowa zu sehen.

Russland HEUTE präsentiert eine Auswahl an Filmen, die während der Russischen Filmwoche in Berlin zu sehen sind:

1. Die 9. Russische Filmwoche wird am 27. November um 19.00 Uhr im Kino INTERNATIONAL mit dem Gewinner des Filmfestivals Cottbus „Der Geograf, der den Globus austrank" eröffnet. Der Film ist der diesjährige Festivalrenner des russischen Kinos und wurde national und international beispiellos gefeiert.

„Der Geograf, der den Globus austrank" („Geograf globus propil") von Alexander Veledinski ist eine gelungene Verfilmung einer der erfolgreichsten russischen Romane des 21. Jahrhunderts. Sehr russisch, zeitlos und aktuell zugleich, visuell opulent und psychologisch eindringlich ist dieses Drama, das vom Streben nach Glück, vom Begehren und vom Verlust von Liebe und Verantwortung handelt.

2. Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotchi ist das dynamische Sport-Drama „Legende Nr. 17" der Kassenschlager in Russland. In diesem Biopic inszeniert der bekannte Regisseur Nikolai Lebedew ein Sportdrama um ein großes Spiel, das einst zwei Kontinente auf dem Eis zusammenbrachte und auch heute noch staunen lässt. Ein historisches Eishockey-Spiel aus den 70er-Jahren verwandelt sich in ein spannendes Spektakel, das dem Nervenkitzel einer spanischen Corrida in nichts nachsteht.

3. Im Kontrast zu „Legende Nr. 17" steht Zhora Kryzhownikows Werk „Bittersüße Hochzeitsküsse" („Gorko!"). Der Film ist absurd und humorvoll, aber zugleich realistisch und selbstironisch. "Bitter! Bitter!" rufen Hochzeitsgäste in Russland, damit sich das Brautpaar küsst – dadurch soll nach altem Glauben der Wein besser schmecken. Aber bevor es für Roman und Natascha so weit ist, muss erst einmal die Hochzeit organisiert werden. Kein leichtes Unterfangen, denn hier prallen zwei Welten aufeinander: Die Familie von Roman kommt aus einfachen Verhältnissen, die Familie der Braut hingegen zählt zur Oberschicht der Stadt und scheut keinen Aufwand, um eine standesgemäße Hochzeit zu feiern. Aber das junge Brautpaar würde am liebsten auf beide Familien verzichten und feilt heimlich an seinen eigenen Plänen...

Hauptsponsor der Veranstaltung ist die GAZPROM Germania GmbH. Das Festival wird von „Interfest" und der Berliner Agentur „Interkultura Kommunikation" mit Unterstützung des Kulturministeriums der Russischen Föderation und des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin veranstaltet. Die Schirmherren der Veranstaltung sind Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Wladimir M. Grinin.

Alle Filme werden im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Das komplette Programm der Russischen Filmwoche finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Festival gibt es hier.

 

Ort: 

Kino INTERNATIONAL, Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin

Kino im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur, Friedrichstr. 176-179, 10117 Berlin

Filmtheater am Friedrichshain, Bötzowstr. 1-5, 10407 Berlin

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