Jugend im Dialog: Forum zur Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen

Podiumsdiskussion auf der Konferenz „Jugend im Dialog“.

Podiumsdiskussion auf der Konferenz „Jugend im Dialog“.

RBTH
Im Rahmen einer Konferenz zur Zukunft des deutsch-russischen Jugendaustausches betonten Vertreter Russlands und Deutschlands, den Dialog zwischen den Zivilgesellschaften beider Länder aufrechterhalten zu wollen. Die junge Generation habe den Wunsch, in eine friedvolle Zukunft zu schauen.

Unter dem Motto „Jugend im Dialog: Neue Perspektiven für die deutsch-russischen Beziehungen“ fand in Berlin am 21. Oktober eine deutsch-russische Konferenz statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bundesverband der russischsprachigen Institutionen in Deutschland mit Unterstützung des Deutsch-Russischen Forums, der Botschaft der Russischen Föderation, des Fonds Russkij Mir und des Europainstituts der Russischen Akademie der Wissenschaften. Die ganztägige Konferenz widmete sich dem Beitrag der jungen Generation zur Festigung des gegenseitigen Verständnisses und des Vertrauens zwischen beiden Völkern.

Jugend leistet Beitrag zum Vertrauensaufbau

In seinem Grußwort verwies der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland Wladimir Grinin darauf, dass in den letzten zwei Jahren gegenseitiges Vertrauen in den Beziehungen beider Länder verlorengegangen sei. Es sei mühsam, dieses Vertrauen wiederaufzubauen. Die junge Generation könne einen wertvollen Beitrag dazu leisten und er hoffe dabei sehr auf die in Deutschland lebenden Landsleute. Ein besonderer Höhepunkt für diese Generation werden die XIX. Weltfestspiele der Jugend und Studenten vom 14. bis 22. Oktober 2017 in Sotschi sein. Der Botschafter lud zu einer aktiven Teilnahme daran ein.

Russland und Deutschland sind Schlüsselpartner

Auch Michail Schwydkoi, außerordentlicher Vertreter des Präsidenten der Russischen Föderation in Fragen der internationalen kulturellen Zusammenarbeit, betonte, wie wichtig die Verständigung zwischen den europäischen Ländern sei. Russland und Deutschland seien dabei Schlüsselpartner in Europa, deren bilaterales Verhältnis große Auswirkungen habe.

Der Politiker richtete den Blick auf das Jahr 2020, in dem der 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges begangen wird. Er forderte zum Nachdenken darüber auf, wie der Jugend mit ihren völlig anderen Erfahrungen die Einsichten der älteren Generation vermittelt werden können.

In drei Podiumsdiskussionen wurden zudem konkrete Fragen der bilateralen Jugendarbeit, die Rolle der Medien sowie Erfahrungen und Perspektiven der deutsch-russischen Jugendbegegnungen erörtert.

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