Werkzeugproduzent DMG Mori verlagert Lieferanten nach Russland

DMG Mori fertigt in der Oblast Uljanowsk bereits seit 2015.

DMG Mori fertigt in der Oblast Uljanowsk bereits seit 2015.

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In der Oblast Uljanowsk entsteht ein Lieferantenpark, der die Herstellung von Werkzeugmaschinen im Land fördern soll.

Der japanisch-deutsche Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori und die Regierung der Oblast Uljanowsk planen gemeinsam einen Lieferantenpark auf dem Gebiet des Industrieparks „Sawolschje“, 900 Kilometer östlich von Moskau. Noch in diesem Jahr sollen erste Vereinbarungen mit den Lieferanten getroffen werden, die die Herstellung der Teile in die Oblast verlagern sollen. Das kündigte der Gouverneur der Oblast Sergej Morosow bei einem Treffen mit Investoren und Journalisten am Montag in Moskau an.  

Laut Morosow würden aktuell Verhandlungen mit drei großen Teilelieferanten für den Bau von Werkzeugmaschinen aus Japan, Tschechien und den Niederlanden geführt. DMG Mori, einer der weltweit führenden Werkzeugmaschinenhersteller, startete bereits im Jahr 2015 eine eigene Produktion in Uljanowsk. Nun versucht der Konzern, seine Partner in die Region zu locken, um die Präsenz auf dem russischen Markt zu erweitern.

Die in Uljanowsk hergestellten Werkzeugmaschinen von DMG Mori werden vom regionalen Autowerk Aviastar und dem Automobilhersteller UAZ verwendet. „Heute ist sie die Fabrik Nummer eins in Russland. In diesem Jahr ist geplant, die Revalierung zu erreichen“, sagte Morosow.

Lieferantenzentrum auch für russische Hersteller

Für die Parklandschaft wurde bereits ein Grundstück zugeteilt und Netze für die Telekommunikation gelegt. Wie regionale Medien berichteten, plane DMG Mori Investitionen in Höhe von vier Millionen Euro in den Park. „Das Unternehmen verfügt über ausreichend Lieferanten weltweit. Dieses Jahr haben wir dafür eine Art Tag der offenen Tür veranstaltet, bei dem alle Lieferanten des riesigen Unternehmens nach Russland kamen und das Potenzial der Bestellungen bewerteten. Das betrifft nicht nur die Oblast Uljanowsk, sondern auch andere Industrieregionen des Landes“, erzählte Morosow

Der Gouverneur der Oblast fuhr fort: „Wir führen Gespräche mit russischen Herstellern von Werkzeugmaschinen, um ein einheitliches Lieferantenzentrum sowohl für russische als auch für ausländische Werke, die in Russland tätig sind, zu schaffen.“

Nach Angaben der Verwaltung der Oblast Uljanowsk liegen die Kosten für qualifizierte Arbeitskräfte in der Region um 20 bis 30 Prozent niedriger als in China. Das Durchschnittsgehalt betrage etwas mehr als 20 000 Rubel (350 Euro) monatlich. Der Industriecluster in der Oblast Uljanowsk wachse nun elf Jahre in Folge, sagte Morosow. „Im ersten Quartal des Jahres 2017 zeigte die Oblast Uljanowsk die besten Ergebnisse des Landes im Bereich der industriellen Produktion, darunter der Automobil- und Flugzeugindustrie“, fügte er hinzu.

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