Geschichte Tag für Tag: 4. Oktober

Der erste "James Bond", der erste Sputnik und der erste und einzige Witalij Ginsburg: Das ist der 4. Oktober in der russisch-sowjetischen und Weltgeschichte.

1962: James Bond kämpft um den Weltfrieden

Nachdem mit „James Bond jagt Dr. No“ der erste 007-Action-Fall in die Kinos gekommen war, kreuzten auch immer wieder russische Kriminelle seinen Weg.

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1957: „Sputnik“ bekommt eine neue Bedeutung

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Wort „Sputnik“ in Russland als gängiges Synonym für die Worte „Mitreisender“ oder „Weggefährte“ verwendet. Als man jedoch in der Sowjetunion am 4. Oktober 1957 den ersten von Menschen erschaffenen Satelliten in die Umlaufbahn der Erde schoss, bekam das Wort eine neue Konnotation: „Himmelskörper, der sich um einen Planeten bewegt“. Das Projekt hieß „Sputnik 1“.

In diesem Sinne etablierte sich das Wort „Sputnik“ auch in vielen anderen Sprachen als Bezeichnung für einen künstlichen Satelliten. Doch das Wort wird nicht nur mit Satelliten assoziiert, sondern steht auch für den Beginn des Weltraumzeitalters. Und so hat das Wort auch eine politische Tragweite: Der Start der sowjetischen Raumfahrt veranlasste die Welt, ihr Russlandbild zu überdenken. Denn bis dahin hatte Russland als ein in technologischer Hinsicht zurückgebliebener Staat gegolten.

Die sowjetische Führung hatte die Entwicklung und den Bau eines Satelliten 1955 angekündigt, vier Tage nachdem die USA dasselbe getan hatten. Mit der Entwicklung von Sputnik 1 war die UdSSR nicht nur schneller als der Westen, sondern überraschte mit seinem technologischen Vorsprung. In der Folge investierten die USA massiv in Bildung und Entwicklung, um den sowjetischen Vorsprung wettmachen zu können.

Raketenstart, der Sputnik 1 ins All bringen soll

1916: Nobelpreisträger geboren

In Moskau wird Witalij Ginsburg geboren. Er wurde später einer der wichtigsten Physiker der Sowjetunion und Russlands. 2003 erhielt er den Physik-Nobelpreis für seine bahnbrechenden Arbeiten in der Theorie über Supraleiter und Supraflüssigkeiten“. 2009 starb er in seiner Heimatstadt.

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