Visazentrum in Jekaterinburg

Zur schnelleren Bearbeitung von Visaanträgen werden in Russland nach und nach Visazentren eröffnet. Das zweite öffnet nun am 1. Februar seine Toren.

 Das deutsche  Visazentrum eröffnet 

heute in Jekaterinburg. Foto: RIA Novosti

Am 1. Februar 2013 eröffnet Deutschland ein Visazentrum in Jekaterinburg. Es wird Anträge von Staatsbürgern Russlands, Belarus', der Ukraine und Kasachstans auf Ausstellung eines Schengenvisums für kurzfristige Reisen über eine Dauer bis 90 Tage innerhalb eines halben Jahres entgegennehmen.

Die Antragstellung kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen. Die sogenannten nationalen Visa (Arbeitsvisa, Visa zur Gründung eines Unternehmens, für ein Studium, zum Zweck der Familienzusammenführung oder Übersiedlung an einen ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland) stellt nach wie vor die Visaabteilung des deutschen Generalkonsulats in Jekaterinburg aus. Das ist auch die zuständige Stelle in Ausnahmesituationen, wenn beispielsweise kurzfristig medizinische Behandlungen erforderlich werden oder Fälle wie Tod oder Krankheit eines Verwandten eintreten.

Der Eröffnung des Visazentrums in Jekaterinburg gingen ein intensiver Austausch zwischen der Region Swerdlowsk und Deutschland voraus. Der Anstieg der reisewilligen Uralbewohner – Touristen wie Geschäftsreisende – sowie die Bewerbung Jekaterinburgs als Austragungsort der EXPO 2020 legten die Gründung eines Zentrums für die schnellere Bearbeitung von Schengenvisa nahe.

Es ist das zweite Visazentrum der Bundesrepublik Deutschland in Russland. Das erste nahm seine Arbeit am 14. Januar dieses Jahres in Moskau auf. Ein weiteres soll in absehbarer Zeit in Nowosibirsk eröffnet werden. Man hofft, auf diesem Wege die Anträge schneller und einfacher bearbeiten zu können und Warteschlangen in den Visaabteilungen der Botschaften zu verkürzen.

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