Moskauer protestieren gegen die Auslandsadoptionen

Foto: RIA Novosti

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Menschen versammelten sich nach offiziellen Angaben am Samstag im Stadtzentrum von Moskau zu einer Demonstration und einer anschließenden Kundgebung für den Schutz der Kinder, um die Aufmerksamkeit auf das Problem der Auslandsadoptionen russischer Kinder zu lenken.

Die Aktion hatte Irina Bergset, Koordinatorin der internationalen Bewegung „Russische Mütter", initiiert. Die Idee eines Umzugs wurde von mehr als 80 russischen Gesellschaftsorganisationen und -vereinigungen unterstützt. Unter ihnen sind der Wohltätigkeitsfonds „Russische Birke" für

Waisenkinder und kinderreiche Familien, die Vereinigung der Elternkomitees und -gemeinschaften Russlands ARKS, die überregionale gesellschaftliche Organisation „Retten wir die Familie!" und die Liberaldemokratische Partei Russlands von Wladimir Schirinowski.

Als Anlass für die Aktion diente der Tod des dreijährigen Maxim Kusmin in den USA im Januar – nach dem 2008 in einem in der prallen Sonne geparkten Auto erstickten Dima Jakowlew das „ nächste" in den USA umgekommene russische Adoptivkind.

Die Kundgebungsteilnehmer fordern, die Adoptionen in Russland zu vereinfachen, den jüngeren Bruder von Maxim Kusmin, den zweijährigen Kyrill, nach Russland zurückzufordern und die Adoptionen russischer Kinder ins Ausland auszusetzen. 

Der Marsch begann am Gogolewski Boulevard, passierte den Boulevardring und endete am Puschkin-Platz, wo eine Kundgebung stattfand. Die Kolonne wurde von den Organisatoren der Aktion angeführt, die in Sprechchoren riefen: „Bringt Kyrill Kusmin zurück in die Heimat“, „Unsere Kinder sind keine Ware“. Auf Transparenten waren Parolen wie „Russland ohne Waisenkinder" und „Für eine Kindheit ohne Gewalt" zu lesen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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