Russisch-Orthodoxe Kirche hilft Syrien

Patriarch von Moskau und der ganzen Rus Kyrill. Foto: foma.ru

Patriarch von Moskau und der ganzen Rus Kyrill. Foto: foma.ru

Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat die Gläubigen dazu aufgerufen, dem vom Krieg gebeutelten syrischen Volk zu helfen. Die Spenden werden an das Patriarchat von Antiochia in Syrien weitergeleitet.

Der Patriarch von Moskau und der ganzen Rus Kyrill hat die orthodoxen Gemeinden Russlands dazu aufgerufen, dem vom Krieg gebeutelten syrischen Volk zu helfen. So verlautete es am Donnerstag aus der Informationsabteilung der Russisch-Orthodoxen Kirche.

Weiter heißt es in dem Aufruf: „Ein bedeutender Teil des syrischen Volkes besteht aus orthodoxen Gläubigen. In dieser Region, in der orthodoxe Christen und Muslime Seite an Seite lebten, werden heutzutage Heiligtümer geschändet und Gotteshäuser entweiht. Christen werden aus ihren Wohnungen vertrieben, verfolgt und nicht selten gefoltert und getötet. Der Naher Osten, so wie wir ihn kennen, ist ohne Christen nicht denkbar.“

„Seit fast zwei Jahren finden in Syrien militärische Kampfhandlungen statt. In dieser Zeit sind dabei Zehntausende ums Leben gekommen, darunter viele alte Menschen, Frauen und Kinder – allesamt friedfertige Bürger“, konstatierte der Patriarch. 

„Ich bitte Sie [die orthodoxe Gemeinde Russlands] dem Aufruf Christi zu folgen und unseren Nächsten zu helfen. Das heißt denjenigen, die momentan in besonderem Maße Unterstützung und Anteilnahme benötigen. Daher rufe ich dazu auf, am kommenden Sonntag in allen Gotteshäusern der Russisch-Orthodoxen Kirche eine Spendenaktion für Bedürftige in Syrien durchzuführen“, so der Patriarch.

Das in den Diözesen der Russisch-Orthodoxen Kirche gesammelte Geld wird an die Synode für kirchliche Wohltätigkeit und soziale Dienste weitergeleitet, die mit der Koordination der Spendenaktion betraut ist. Nach Abschluss der Spendenaktion der Russisch-Orthodoxen Kirche werden die gesammelten Gelder an das Patriarchat von Antiochia in Syrien weitergeleitet. 

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Nachrichtenagentur ITAR-TASS.

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