Sotschi: Barrierefreie Infrastruktur für Olympia-Gäste

Auch Menschen mit Behinderungen sind zu den Olympischen Spielen in Sotschi herzlich willkommen. Foto: Lori/Legion Media

Auch Menschen mit Behinderungen sind zu den Olympischen Spielen in Sotschi herzlich willkommen. Foto: Lori/Legion Media

Nicht nur die Sportanlagen, auch öffentliche Parks und Sehenswürdigkeiten, die Straßenführung sowie Cafés, Restaurants und Hotels bieten Besuchern in Sotschi einen barrierefreien Zugang.

Mit einer neuen barrierefreien Infrastruktur ist Sotschi auch auf Olympia-Touristen mit Behinderungen vorbereitet. Neben sämtlichen olympischen Sportanlagen erfüllen auch Hunderte staatliche und private Einrichtungen die Anforderungen der Barrierefreiheit.

Insbesondere Fußgängerzonen und öffentliche Plätze wurden mit baulichen Elementen ausgestattet, die eine frei zugängliche Nutzung gewährleisten. Einer der für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen komfortabelsten Erholungsorte ist heute der Riviera-Park im Stadtzentrum. Dort gibt es eine taktile Informationstafel, die Menschen mit schwachem Sehvermögen über den Tastsinn alle wichtigen Angaben zu den Standorten von Sehenswürdigkeiten, Cafés und Freizeitstätten zugänglich machen und so eine gezielte Routenplanung durch den Park ermöglichen.

Die Alleen sind mit taktilen Tafeln bestückt, die auf Hindernisse und Wegbiegungen hinweisen. Für Rollstuhlfahrer gibt es im Rivierapark gesonderte Bankautomaten. Verkaufsbuden und Mülleimer, die der Fortbewegung im Rollstuhl im Weg stehen könnten, sind von der zentralen Parkallee verschwunden. Jeder Imbiss hat Rampen im Eingangsbereich und ist mit niedrigen Tresen ausgestattet. Den internationalen Standards einer barrierefreien Umwelt entspricht auch das Delfinarium. Hier wurde ein spezieller Aufzug für Rollstuhlfahrer eingebaut, im Innenbereich gibt es einen gesonderten, behindertengerechten Zuschauerbereich. Außerdem wurde im Park eine Shuffleboard-Bahn angelegt.

 

Die öffentliche Infrastruktur ist barrierefrei

Seit Kurzem können sich auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität frei durch die Stadt bewegen und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Auf allen zentralen Straßen von Sotschi und Adler wurden an Kreuzungen und

Haltestellen die Bürgersteige abgesenkt und für Sehbehinderte ein mehrere Kilometer langes Band taktiler Tafeln angelegt. In erster Linie betrafen die Umgestaltungen die Straßen Kurortnyj Prospekt im Zentrum von Sotschi, die ul. 50 Let SSSR im Ortsteil Chosta, die ul. Mira in Adler und die ul. Saschtschitnikow Kawkasa in Krasnaja Poljana.

Mit speziellen Hebevorrichtungen wurden die Unterführungen im Innenstadtbereich ausgerüstet, an oberirdischen Übergängen übermitteln Fußgängerampeln mit Hörsignal den Beginn der Bewegung und deren Fortschritt im Sekundentakt. Auf Buslinien, die Fahrgäste zu Olympia-Veranstaltungsorten befördern, kommen spezielle großräumige Busse zum Einsatz, die über eine Rollstuhlrampe, Befestigungsvorrichtungen im Passagierraum und eine Außentaste zur Kontaktaufnahme mit dem Busfahrer verfügen. Alle Fahrer, die solche Fahrzeuge führen, erhielten Anweisungen, wie mobil eingeschränkten Menschen beim Einsteigen zu helfen ist. Für behinderte Menschen, die einen privaten Pkw fahren, gibt es auf allen öffentlichen Parkplätzen von Sotschi Behindertenparkplätze.

 

Auch die Privatwirtschaft kümmert sich um Kunden mit Behinderungen

Die Mehrzahl der Herbergen und Hotels in Sotschi sind behindertengerecht. Sie sind mit speziellen Liften, Hinweisschildern in Blindensprache und

abgesenkten Empfangstresen ausgestattet. Viele Zimmer erfüllen sämtliche Voraussetzungen für einen komfortablen Aufenthalt von Behinderten. Badezimmer und Toiletten haben breite Zugänge und spezielle Halterungen. Die Inneneinrichtung ist so angeordnet, dass sie die Bewegungsfreiheit eines Rollstuhlfahrers nicht behindert, auch der Balkon ist mit einem Rollstuhl befahrbar. Barrierefrei sind beispielsweise Marins Park Hotel, Radisson SAS Lasurnaja, Blue Radisson, Peak Hotel, die Herberge Sochi Plaza sowie andere große Hotels und kleinere Herbergen in Sotschi.

Barrierefreie Zugänge für Menschen mit Behinderungen wurden auch in vielen Einkaufs- und Freizeitzentren von Sotschi geschaffen, außerdem in kleineren Lebensmittelgeschäften und Dienstleistungszentren. Dutzende Restaurants und Cafés sind auf den Aufenthalt von Teilnehmern und

Gästen der Paralympischen Spiele vorbereitet und haben ihre Räumlichkeiten entsprechend umgebaut. Zu den barrierefrei zugänglichen Restaurants im Zentrum von Sotschi zählen: McDonald's in der ul. Kurortnyj Prospekt, das Café Belyje Notschi in der ul. Ordschonikidse, die Pizzeria Mama Rosa in der ul. Moskowskaja, das Schnellrestaurant Trapesnaja in der ul. Ros und das Café Dal Mar in der ul. Nawiganskaja.

Die wichtigsten Kulturstätten von Sotschi sind für Menschen mit Behinderung ebenfalls barrierefrei zugänglich, etwa das Wintertheater, der Saal für Orgel- und Kammermusik, das Kunstmuseum und das Museum für Stadtgeschichte.

Die neu eingerichtete Webseite sochibezbarierov.ru enthält außerdem ein Verzeichnis aller barrierefreien Objekte, Freizeitstätten und Verkehrsmittel. Hier sind auch Strände, Friseure, medizinische Einrichtungen, Banken, Waschsalons, Verwaltungsgebäude und viele andere, für Menschen mit Einschränkungen wichtige Adressen angeführt.

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