Medwedjew: Russland muss nachdenken, wie es weiter die „Welt ernährt“

Russland muss laut Ministerpräsident Dmitri Medwedjew seine Exportpolitik korrigieren und sich Gedanken darüber machen, was es der übrigen Welt außer Rohstoffen anbieten kann.

Alle 50 bis 70 Jahre komme es in der Welt zu einer Energierevolution, sagte Medwedjew am Donnerstag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Russland, derzeit einer der größten Öl- und Gaslieferanten der Welt, müsse sich darauf gefasst machen, dass Erdgas und Erdöl nicht immer für die Energieversorgung maßgeblich sein würden. „Wir müssen eine moderne High-Tech-Wirtschaft aufbauen und darüber nachdenken, wie Russland weiter die Welt ernährt."

Medwedjew verwies darauf, dass Russland bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als großer Lebensmittelexporteur „die Welt ernährt" habe. „Dann haben wir aus bekannten Gründen dieses Feld verlassen. Doch haben wir fantastische Möglichkeiten für die Pflanzen- und Tierproduktion. Deshalb müssen wir uns auch in diese Richtung entwickeln."

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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