Wieder „Stalinbusse“ auf Russlands Straßen unterwegs

In Sankt-Petersburg, Wolgograd und Tschita gehen am 2. Februar Linienbusse mit Stalin-Porträts auf die Straßen. Anlass ist der 70. Jahrestag des Sieges von Stalingrad. Die Bilder sind seit Jahren umstritten.

Nach Angaben des Koordinators der Aktion „Autobus des Sieges" werden in Wolgograd (dem ehemaligen Stalingrad) fünf als Sammeltaxi kursierende Kleinbusse mit dem Konterfei des Diktators auf die Linie geschickt. Sie sollen bis zum 9. Mai, dem Tag des Sieges, im Einsatz sein.

Im ostsibirischen Tschita werden es am 2. Februar auch ein Paar Busse sein, in Petersburg ein kostenloser Bus auf der zentralen Strecke Newski Prospekt-Wassili-Insel. Finanziell und organisatorisch werden die „Stalinbusse" unter anderem von der kommunistischen Partei KPRF unterstützt.

Die Busse mit Stalin-Porträts zum Tag des Sieges und anderen Kriegsgedenktagen stoßen immer wieder auf Kritik. Bürgerrechtler halten die Zurschaustellung von Stalin-Abbildungen für eine Verherrlichung des totalitären Sowjetführers.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.

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