Russischer Bankier Lebedew bekommt TV-Sendelizenz in London

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat der Londoner Zeitung „Evening Standard" des russischen Bankiers Alexander Lebedew erlaubt, einen neuen Fernsehsender in der Hauptstadt zu eröffnen.

Die Sendelizenz wurde per Ausschreibung erteilt, zu der auch der Ex-Chef von „Channel 4" Luke Johnson und der ehemalige Londoner Bürgermeisterkandidat Steven Norris angetreten waren, teilte Ofcom mit. Ihre Entscheidung begründete die Behörde damit, dass das Angebot von „Evening Standard" ein besseres Verständnis für die verschiedenen Diaspora in London aufbringe und die Bedürfnisse einer großen Bandbreite an Zielgruppen abdecke.

Der neue Free-TV-Sender „London Live" soll spätestens im September auf Sendung gehen. Ofcom erwartet, dass er von bis zu vier Millionen Haushalten in London empfangen werden und damit der größte lokale Sender landesweit wird.

Die Tageszeitung „Evening Standard", die seit 2009 Lebedew gehört, schrieb 2012 nach eigenen Angaben erstmals nach zehn Jahren wieder schwarze Zahlen. Der russische Bankier besitzt seit 2010 auch die britische Zeitung „The Independent".

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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