Boeing fordert 350 Millionen US-Dollar von russischen und ukrainischen Mitgesellschaftern

Boeing verklagt seine Partner aus dem Joint Venture Sea-Launch, die Unternehmen Energija (Russland), Juschnoje (Ukraine) und Juschnij Metalostroitelnyj Sawod (Ukraine) wegen der

angeblichen Nichtzahlung von Schulden in Folge des Bankrotts der Gesellschaft. Sea Launch wurde durch Boeing, Energija, Juschnoje, Juschnij Metalostroitelnyj Sawod und Kvaerner Moos-Technologie (Norwegen) 1995 als ein Gemeinschaftsunternehmen für kommerzielle Satellitenstarts aus dem Meer heraus gegründet. Während der erste kommerzielle Satellit 1999 noch erfolgreich gestartet wurde, erklärte die Gesellschaft zehn Jahre später – aufgrund der fallenden Nachfrage und Entschädigungszahlungen nach einem missglückten Start – Bankrott.

Nach der Umstrukturierung übernahm Russlands Energija im Jahre 2010 die Kontrolle von 95 % der Gesellschaft. Während des Bankrotts musste Boeing Banken 449 Millionen US-Dollar als Kaution für ein Darlehen bezahlen. Jetzt fordert die Gesellschaft einen Teil dieser Summe – 222,3 Millionen US-Dollar von Energija und 133,4 Millionen US-Dollar von den ukrainischen Gesellschaften – von seinen Partnern zurück.

Keine der am Streit beteiligten Seiten konnte oder wollte die Situation kommentieren.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Vedomosti.ru

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