Meteoriteneinschlag am Ural: Putin bemängelt Warnsystem

Nach dem heutigen Meteoriteneinschlag in der Ural-Region Tscheljabinsk, bei dem mehr als 500 Menschen verletzt wurden, hat der russische Präsident Wladimir Putin das Meteoriten-

Überwachungs- und Warnsystem als unwirksam kritisiert. „Ein wirksames Überwachungssystem existiert noch immer nicht", sagte Putin bei einem Treffen mit dem Zivilschutzminister Wladimir Putschkow. Ein solches System müsse nicht der Astronomie, sondern vor allem der Warnung der Bürger dienen. Allen, wer durch den Meteoritenniedergang zu Schaden gekommen ist, müsse sofort geholfen werden, forderte der Staatschef. Darüber hinaus soll das Zivilschutzministerium Fachkräfte in die Region entsenden, um den Sachschaden einzuschätzen.

Ein Meteorit mit einem geschätzten Durchmesser von einem Meter war am Freitag am Ural in die Erdatmosphäre eingetreten und explodiert. Nach Angaben des Zivilschutzministeriums haben 514 Menschen Schnittverletzungen und Prellungen erlitten. Mehr als 110 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zivilschutzminister Putschkow teilte mit, dass fast 300 Wohnhäuser und zwölf Schulen beschädigt worden seien. In den meisten Fällen gingen die Fensterscheiben zu Bruch. Die Stadtleitung Tscheljabinsk informierte unterdessen, dass allein in dieser Stadt 725 Menschen, darunter 159 Kinder verletzt worden seien.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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