EasyJet fehlt bis dato die Flugerlaubnis aus Russland

Die Billigfluggesellschaft EasyJet verkauft derzeit verstärkt Tickets für Flüge aus Russland, die es ab Mitte März geben soll. Doch wie es sich herausstellte, fehlen EasyJet noch die dazu notwendigen Zustimmungen von den russischen Flugbehörden. Dabei geht es in erster Linie um die noch ausständige Tarifabstimmung mit der russischen Fluglinie „Transaero", welche die gleichen Flüge

tätigt, und die Abstimmung des Sicherheitsprogramms mit der Föderalen Luftfahrtagentur „Rosawiazija". Noch vor einem Monat startete EasyJet den Verkauf von Tickets für Flüge von Moskau (Domodedowo) nach London (Gatwick). Diese sollen ab 18. März einmal pro Tag und ab 15. April sogar zweimal täglich Passagiere nach London bringen, und das für maximal $53,99.-

Eine Quelle der Tageszeitung „RBC daily" aus dem Flugmarkt, welche die Verhandlungsdetails kennt, gibt an, dass die niedrigen Preise der Stein des Anstoßes waren. Die britische Airline könne sich nämlich im Gegensatz zu „Transaero" die Gebühren für Flughafenslots sparen. „Am Londoner Flughafen Heathrow können Slots bis zu mehrere Millionen Dollar kosten und in Russland fallen keine Gebühren für diese an", so die Quelle. Zudem gewährleistet EasyJet für diese Billigtickets auch kein Rückgaberecht und inkludiert in den Preis keine Kosten für den Gepäcktransport und das Essen, obwohl dies von den russischen Flugrichtlinien gefordert wird.

„Die Behauptungen darüber, dass die Gesellschaft die Erlaubnis zur Tätigung von Flügen zwischen Moskau und London nicht erhalten hätte, entspricht nicht der Wahrheit", gab EasyJet gestern bekannt. Des Weiteren hieß es in der Mitteilung aber: „Wir haben große Fortschritte in den Verhandlungen um die nötigen Zustimmungen von Rosawiazija und in den Gesprächen mit Transaero zum Abschluss des Abkommens gemacht. EasyJet konnte ein äußerst produktives Treffen mit Rosawiazija in Moskau verzeichnen und führt die Zusammenarbeit mit dieser Organisation fort, sodass bald alle notwenigen Verhandlungen beendet werden können."

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RBC Daily.

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