Moskau: Eurozone wird Krise in zwei bis drei Jahren überwinden

Die Wirtschaft der Eurozone wird sich erst in zwei bis drei Jahren von der Krise erholen. Das sagte der stellvertretende Minister für Wirtschaftsentwicklung Russlands, Andrej Klepatsch, am Montag in Moskau unter Berufung auf die jüngste Prognose des Ministeriums. "Wie die Weltbank, gehen auch wir davon aus, dass die schwerste Phase der Krise bereits vorbei ist und die Wirtschaft der Eurozone zum Jahreswechsel in hohem Tempo zu wachsen beginnt, wenngleich im Jahresergebnis kein Anstieg zu erwarten ist… Überall gibt es noch zu viele Probleme, die erst in einigen Jahren gelöst werden."

Klepatsch zufolge gilt eine Krise nicht nach dem begonnenen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als überwunden, sondern erst dann, wenn das BIP den Vorkrisenstand übertroffen hat. "Die Industrie der Eurozone liegt gegenwärtig auf dem Niveau von 2005/2006 und braucht noch einige Jahre, um sich zu beleben", sagte Klepatsch.

Laut jüngster Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das BIP der Eurozone in diesem Jahr um 0,2 Prozent sinken. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht von einem Rückgang um 0,1 Prozent aus. Für 2014 peilen der IWF und die OECD ein Wachstum von entsprechend 1,0 bzw. 1,3 Prozent an.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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