Wirtschaftskooperation zwischen Sachsen und dem Ural nimmt konkrete Formen an

Die Regierungen des Gebietes Swerdlowsk und des Bundeslandes Sachsen haben eine Arbeitsgruppe für die Entwicklung der deutsch-russischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit gegründet. Erstmals tagte das neue Gremium am 27. Februar in Leipzig am Rande der Industriemessen Zintec 2013. Mit dabei waren fast 20 deutsche und russische Unternehmen, überwiegend aus dem Maschinenbau, und Regierungsvertreter.

Im Ergebnis des Arbeitstreffens wurde beschlossen, in Jekaterinburg ein internationales Technologieforum zu Fragen der Entwicklung des Bergbaus und des Maschinenbaus abzuhalten und in diesem Rahmen Projekte zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zu diskutieren. Ziel ist es, direkte Beziehungen zwischen Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen der beiden Regionen aufzubauen. Gegenstand der Diskussionen waren außerdem die Perspektiven einer Zusammenarbeit zwischen der Leipziger Messe und dem größten Messeprojekt im Ural, der Industrie- und Innovationsmesse INNOPROM.

„Unsere Zusammenarbeit hat ein neues Niveau erreicht. Die Arbeitsgruppe ist ein effektives Instrument zur Unterstützung der Wirtschaft von Seiten der Regierungen. Das wirtschaftliche Profil Sachsens als eines Zentrums des Werkzeugmaschinenbaus ist für die Industrie des Mittleren Urals sehr attraktiv. Gerade erst haben die Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen (VEMAS) und der Verband der Maschinenbauunternehmen des Gebietes Swerdlowsk im Rahmen des „Russischen Tages“ eine Kooperations-Vereinbarung unterzeichnet. Wichtig ist aus meiner Sicht auch die reiche Erfahrung der deutschen Region mit der Durchführung von internationalen Messen“, so der Minister für internationale und außenwirtschaftliche Beziehungen des Gebietes Swerdlowsk Alexander Charlow gegenüber der Rossijskaja Gaseta.

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