Russlands Kommunisten-Chef stellt natürlichen Tod Chávez‘ in Zweifel

Nach dem Ableben von Hugo Chávez zweifeln die russischen Kommunisten daran, dass der venezolanische Präsident eines natürlichen Todes gestorben ist, und fordern eine internationale

Ermittlung. „Wie ist das möglich, dass die sechs lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs, die der US-Politik trotzten und sich zu einem mächtigen Block vereinigen wollten, um unabhängiger zu werden, auf einmal an ein und derselben Krankheit wie Chávez' erkrankten?", fragte Gennadi Sjuganow, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Russlands, am Mittwoch im russischen Fernsehen. „Ich denke, dass ist kein Zufall. Man muss ermitteln, darunter auch unter internationaler Kontrolle."

Venezuelas Präsident Hugo Chávez, der fast zwei Jahre lang gegen den Krebs gekämpft hatte, war am Dienstag 16.25 Uhr Ortszeit (09.55 Uhr MEZ) im Alter von 58 Jahren gestorben. Übergangspräsident Nicolas Maduro machte Feinde Venezuelas für den Tod des Staatschefs verantwortlich. Es gebe entsprechende „Spuren", denen nachgegangen werde, versprach er. Maduro warf zudem US-Luftwaffenattaché David Del Monaco vor, die Situation in Venezuela zu destabilisieren, und verwies ihn des Landes.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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