eBay hat in Russland eine Familie gefunden

Die russische Vereinigung der Internet-Handelsunternehmen (AKIT), die 15 Webshops zusammenschließt, hat das amerikanische Internetauktionshaus eBay in seine Reihen aufgenommen. Das Unternehmen beabsichtigt, aktiv an der Entwicklung des eBusiness-Marktes in Russland mitzuwirken.

„Die russische eBay-Repräsentanz ist nunmehr ein ordentliches Mitglied der AKIT und hat damit ein Mitspracherecht bei Grundsatzentscheidungen zur Tätigkeit der Vereinigung", heißt es in einer Mitteilung der AKIT. Nach den Worten des Chefs von eBay Russland, Wladimir Dolgows, ermöglicht die Mitgliedschaft in der Vereinigung dem Unternehmen, seine Erfahrungen im Internethandel mit seinen russischen Kollegen auszutauschen.

Die russische Variante des Internetauktionshauses eBay ging im März 2010 an den Start, die russische Firmen-Repräsentanz wurde im Juni 2012 eröffnet.

Ungeachtet dessen kann eBay bislang jedoch nicht vollwertig im Lande arbeiten, da die Russen keine Möglichkeit haben, eigene Auktionen ins Netz zu stellen. Im vergangenen Jahr lehnte es das Unternehmen ab, seine Funktionalität durch eine Zusammenarbeit mit einem anderen Online-Bezahlsystem als PayPal (einem Tochterunternehmen von eBay) zu erweitern. Das Problem wird entfallen, wenn PayPal von der russischen Zentralbank eine Lizenz zur Einrichtung einer Finanzinstitution ohne Bankenstatus, die das Unternehmen im April beantragt hat, erhalten wird. Wie RBC daily bei eBay berichtet wurde, steht dieser Prozess unmittelbar vor seinem Abschluss – der Mitgliedschaft in der Vereinigung sei Dank.

Experten sind allerdings der Meinung, dass die AKIT von dieser Zusammenarbeit im stärkeren Maße profitiere. „Durch diese Zusammenarbeit gewinnt die Vereinigung, da eBay ein sehr einflussreicher Marktplayer ist", bemerkt dazu der Gründer des Analytik-Portals Liveinternet, German Klimenko.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RBC Daily.

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