Miss Russland 2013 setzt sich für Pussy Riot ein

Die Siegerin des Wettbewerbs Miss Russland, 2013, Elmira Abdrasakowa, hat sich für die Skandalband Pussy Riot eingesetzt: Nach ihrer Ansicht war die Bestrafung ihres „Punk-Gebets" Ende Februar 2012 in der Moskauer Erlöser Kathedrale viel zu streng gewesen.

In ihrem Interview für den russischen Radiosender RSN betonte sie, dass sie die Aktion der jungen

Frauen aus Pussy Riot absolut unannehmbar finde, allein schon weil sie selbst eine Sonntagsschule abgeschlossen habe und eine Kathedrale als einige heilige Stätte betrachte. „Dennoch ist die Bestrafung für sie viel zu streng", äußerte Miss Russland 2013. „Wahrscheinlich hätte man lieber mit ihnen gründlicher arbeiten müssen, um ihre Weltanschauung zu verändern."

Die 18-jährige Schönheitskönigin äußerte sich auch zu einem weiteren brisanten Thema, nämlich zur Adoption russischer Inder im Ausland und zum Verbot der Adoption in die USA. Nach ihrer Überzeugung „muss ein russisches Kind in Russland leben und ein Patriot seines Landes sein".

Drei Mitglieder der Punkband Pussy Riot – Marija Aljochina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch – waren für ihre Aktion in der Moskauer Erlöserkathedrale zu jeweils zwei Jahren Haft verurteilt worden. Später wurde Samuzewitsch auf Bewährung freigelassen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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