Russischer BLITS-Satellit kollidiert mit Weltraummüll

Der kleine russische Laser-Reflektor-Satellit BLITS (Ball Lens In The Space) ist mit Überresten eines zerstörten chinesischen Raumapparats kollidiert. Das ist der zweite Fall eines Zusammenstoßes von Raumfahrzeugen in der Geschichte der Raumfahrt, teilte US-Experte Thomas Kelso in seinem Blog mit. 2009 waren der ausrangierte russische Kommunikationssatellit Kosmos-221 mit dem intakten Satelliten Iridium-33 kollidiert.

Experten des internationalen Laser-Distanzmessungsdienstes (ILRS) hätten bereits im Januar eine abrupte Veränderung des Spin-Zustandes des 2009 gestarteten russischen Nanosatelliten festgestellt: Seine Umdrehungszeit um die eigene Achse habe sich am 22. Januar von 5,6 auf 2,1 Sekunden verringert. Kelso zufolge dürfte die Masse des in den Satelliten gerasten Teilchens des chinesischen Raumapparats Fengyun-1S nur 0,08 Gramm betragen.

Die Fengyun war 2007 bei einer Erprobung eines chinesischen Satellitenkillers zerstört worden. Es ist noch unklar, ob der BLITS-Nanosatellit weiter als Laser-Ziel taugt. Der "verwundete" Apparat werde von ILRS-Fachleuten weiter beobachtet, hieß es.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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