Stephen Fry dreht Film über Lesben und Schwule in Russland

Der berühmte britische Schriftsteller und Schauspieler Stephen Fry ist laut russischen Medien am Mittwoch in Sankt Petersburg eingetroffen, um seine Arbeit an einer Dokumentation über die Probleme der LGBT-Community fortzusetzen. Die Hälfe seines Films hat Fry bereits in Indien

fertiggestellt. In St. Petersburg will er einen weiteren Teil über die Probleme von russischen Schwulen und Lesben drehen. Auf Twitter hatte Fry geschrieben: „Ich reise morgen zu Dreharbeiten nach Petersburg. Mein inneres Gefühl sagt mir, ich muss warme Kleidung mitnehmen."

Nach der Ankunft in Sankt-Petersburg twitterte Fry, er sei mit dem Empfang im russischen Flughafen sehr zufrieden und wolle länger in der Stadt bleiben, um sich etwas Ruhe zu gönnen. Es ist bereits sein zweiter Besuch in St. Petersburg – zum ersten Mal war er hier im Sommer 2009.

Stephen Fry, einer der bekanntesten bekennenden Schwulen, hatte bereits nach der Verabschiedung des umstrittenen „Homosexuellen-Propaganda"-Gesetzes seine Unterstützung für Lesben und Schwule in Sankt Petersburg geäußert, betont NEWSru Israel. Auch über seine Reaktion auf die Festnahme der Musikerinnen von Pussy Riot hatten die Medien berichtet: Auf die Frage eines Russen, wie viele russische Wörter er kenne und ob er über etwas urteilen dürfe, wovon er keine Ahnung habe, antwortete Stephen Fry, er kenne zwei Wörter – „Freiheit und Gerechtigkeit".

Fry hat 4,6 Millionen Follower auf Twitter. Des Öfteren wendet er sich an seine Twitter-Fans mit dem Aufruf, die eine oder die andere Wohltätigkeitsorganisation zu unterstützen. Hunderttausende Internetnutzer beeilen sich dann, seiner Bitte nachzukommen. Der Andrang wird dabei manchmal so groß, dass die Seite der zu rettenden Organisation vorübergehend zusammenbricht.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.