Flüchtiger Oligarch Beresowski versteigert „Red Lenin“ von Andy Warhol

Der flüchtige russische Ex-Oligarch Boris Beresowski will das Gemälde „Red Lenin" verkaufen, um Schulden zurückzuzahlen, berichtet die britische „Times". Andy Warhols Werk soll am Mittwoch bei Christie's unter den Hammer kommen.

Beresowski, dem in Großbritannien Asyl gewährt wurde, verkaufe das Gemälde mit einem geschätzten Wert von 50 000 Pfund, um Forderungen seiner Gläubiger nachzukommen und Gerichtskosten zu bezahlen, schreibt die Zeitung weiter. Laut BBC hat Beresowski, einst einer der reichsten Russen, zudem mehrere Anwesen sowie einen Rolls Royce aus dem Jahr 1927 zum Verkauf ausgeschrieben.

Boris Beresowski (67), der unter dem ersten russischen Präsidenten Boris Jelzin als Graue Eminenz hinter dem Kreml galt, war nach Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin 2000 nach Großbritannien geflüchtet. In Russland besteht gegen Beresowski wegen Korruption, Geldwäsche und anderer Verbrechen ein Haftbefehl. Moskau hatte bereits mehrere Auslieferungsbegehren an Großbritannien gerichtet, die die britische Justiz jedoch ablehnte. Bei zwei Prozessen, die in seiner Abwesenheit stattfanden, ist Beresowski in Russland bereits zu 13 bzw. sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Nach der Flucht aus Russland zog Beresowski gegen mehrere seiner Ex-Partner vor Gericht. So verlor er 2012 einen Prozess gegen den Milliardär Roman Abramowitsch und muss nun dem die Gerichtskosten von 35 Millionen Pfund erstatten.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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