Russland plädiert für objektive Untersuchung von C-Waffen-Einsatz in Syrien

Russland ist im UN-Sicherheitsrat für eine unparteiische Untersuchung des C-Waffen-Einsatzes durch die syrische Opposition eingetreten, teilte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin Journalisten mit. „Das ist sehr beunruhigend. (...) Wir erwarten, dass diese Untersuchung unparteiisch, objektiv

und gründlich sein wird", so Tschurkin.

Am Mittwoch hatte sich die syrische Regierung an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit der Bitte gewandt, die Anwendung von Chemiewaffen durch die Opposition am 19. März in Aleppo untersuchen zu lassen. Auf Frankreichs Ersuchen wurde diese Frage in der Sitzung des Sicherheitsrates am Mittwoch aufgeworfen. Die westlichen Länder riefen auf, alle Meldungen über den Einsatz von C-Waffen in Syrien, darunter die Behauptungen über ihre Anwendung durch die syrischen Behörden, zu untersuchen.

Tschurkin zufolge äußerte die russische Seite die Meinung, dass dies die Untersuchung nur in die Länge ziehen würde. Man müsse sich auf den konkreten Fall auf Grundlage der Bitte der syrischen Regierung konzentrieren.

Am Dienstag hatten die syrischen Behörden erstmals mitgeteilt, dass die bewaffnete Opposition in der Provinz Aleppo chemische Waffen eingesetzt hatte, wodurch 25 Menschen ums Leben gekommen und weitere 110 ernsthaft verletzt worden waren.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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