Zypern-Russland: Vorerst keine Einigung über neuen Kredit

Die Finanzminister Russlands und Zyperns haben vorerst keine Einigung über die Regelung des Schuldenproblems des Inselstaates erreicht. Die Verhandlungen in Moskau werden aber laut Zyperns Finanzminister Michalis Sarris „an einem anderen Ort fortgesetzt". „Die Verhandlungen waren recht konstruktiv", sagte er am Mittwoch beim Verlassen des Gebäudes des russischen Finanzministeriums. „Wir werden sie an einem anderen Ort fortsetzen."

Zusammen mit Sarris verließen der russische Zentralbank-Chef Sergej Ignatjew und sein Vize Sergej Schwezow das Gebäude, woraus zu schließen war, dass sie ebenfalls an den Verhandlungen teilgenommen hatten. „Wir hatten ein sehr gutes und konstruktives Treffen und überaus aufrichtige Verhandlungen", sagte Sarris. „Wir sehen ein, wie schwer die entstandene Situation ist. Wir werden die Verhandlungen fortsetzen, um eine Lösung zu finden, die uns die Möglichkeit bietet, Unterstützung von Russland zu bekommen. Wir bleiben hier, bis wir eine Einigung erzielt haben."

Laut Medienberichten geht es neben einem Rückzahlungsaufschub des russischen Kredits in Höhe von 2,5 Milliarden Euro auch um einen weiteren Kredit von mehreren Milliarden Euro im Austausch gegen Anteile an zyprischen Banken und Energie-Aktiva.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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