Licht aus im Kreml: Putin nimmt erstmals an Earth Hour teil

Am Samstag, dem 23. März, gehen auch im Kreml für eine Stunde die Lichter aus: Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt dieses Jahr zum erstem Mal an der Klimaschutz-Aktion Earth Hour teil, so sein Pressesprecher Dmitri Peskow zu RIA Novosti.

Die vom WWF ins Leben gerufene Earth Hour wird alljährlich in vielen Ländern der Welt begangen. Mit der Aktion soll auf die knapper werdenden Ressourcen und den weltweiten Klimawandel

aufmerksam gemacht werden. Am letzten Samstag im März schalten die Teilnehmer um Punkt 20:30 Ortszeit für eine Stunde das Licht und alle elektrischen Geräte aus. In Russland wird die Aktion zum fünften Mal abgehalten. Im Vorjahr hatten sich rund 20 Millionen Russen in 50 Städten daran beteiligt.

„Die Teilnahme an der Aktion ist geplant. In der offiziellen Residenz des Staatschefs, dem Kreml, wird für eine Stunde das Licht ausgemacht", sagte Peskow zu RIA Novosti.

Am Samstag wird in Moskau während der „Earth Hour" die Beleuchtung von über 80 Gebäuden abgestellt – darunter das berühmte Hauptgebäude der Moskauer Universität und der Winterpalast in Sankt Petersburg. Dem WWF zufolge werden auch dieses Jahr 20 Millionen Russen die „Earth Hour" einhalten – mittlerweile bereits in 70 Städten.

Wie Putins Sprecher mitteilte, hat die Entscheidung des Präsidenten, sich dieses Jahr der Aktion anzuschließen, mit der Aufmerksamkeit zu tun, die Putin Ökologie und Umweltproblemen widme. „Das ist eine prinzipielle Position", unterstrich der Pressesprecher.

Im August 2012 hatte Putin das Jahr 2013 zum Umweltschutzjahr in Russland erklärt. Im September absolvierte er seinen legendären Kranichflug, um vom Aussterben bedrohten Vögeln den Weg in alternative Winterquartiere zu weisen. Außerdem ist der russische Präsident Ehrenmitglied der russischen geographischen Gesellschaft. Unter seiner persönlichen Kontrolle befinden sich mehrere Tierarten – unter der Ägide von Russlands Umweltjahr sind Sonderprogramme für Eisbären, den Amur-Tiger, den Irbis-Schneeleoparden und den Beluga-Weißwal vorgesehen. 

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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