Putin ruft zu Bündnis der BRICS-Staaten auf

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die BRICS-Staaten zu einem engeren Zusammenschluss aufgerufen. „Wir schlagen den Partnern eine schrittweise Transformation der BRICS von einem Dialogforum, das die Positionen zu einem begrenzten Kreis von Fragen abstimmt, in einen Mechanismus der strategischen Zusammenarbeit in einem vollwertigen Format vor. Ein Mechanismus, der es erlaubt, gemeinsam nach Wegen zur Lösung der Schlüsselprobleme der Weltpolitik zu suchen", sagte Putin in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass im Vorfeld des am Dienstag beginnenden BRICS-Gipfels im südafrikanischen Durban.

Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben seit langem ein enormes Wirtschaftswachstum. Im vergangenen Jahr lag das durchschnittliche BIP-Wachstum der BRICS-Staaten bei vier Prozent. Bei den G7-Staaten sind es durchschnittlich nur 0,7 Prozent. Das BIP der BRICS-Staaten, gemessen nach der Kaufkraft der Nationalwährungen, mache mehr als 27 Prozent des Welt-BIP aus, sagte Putin.

In Durban wollen die aufstrebenden Schwellenländer eine gemeinsame Erklärung zu den aktuellen Fragen wie der Syrien-Krise, der Situation in Afghanistan und der Lage im Iran und im Nahen Osten abgeben. „BRICS ist eines der wichtigsten Elemente der entstehenden multipolaren Welt", sagte Putin.

Ihm zufolge darf die Gemeinschaft der BRICS-Staaten nicht als geopolitischer Gegenpart der westlichen Staaten und ihrer Organisationen verstanden werden. Der Kreml-Chef warb dafür, gemeinsam Lösungen zu finden, um die globale Entwicklung sowie den Kapitalfluss in die Realwirtschaft zu fördern und den Beschäftigungsgrad zu erhöhen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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