Putin: BRICS-Länder wollen eigene Entwicklungsbank

Die Entwicklungsbank, deren Gründung voraussichtlich noch am Mittwoch beim BRICS-Gipfel in Durban beschlossen wird, soll laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein gutes Hilfsmittel für

den Ausbau der Kooperation zwischen diesen Ländern sowie des Handels und der Investitionen werden.

„Russland befürwortet die Gründung eines solchen Finanzinstitutes. Wir gehen davon aus, dass diese Einrichtung sich von den Marktprinzipien leiten lassen wird", sagte Putin am Mittwoch in Durban bei einem Arbeitsfrühstück, an dem die Staatschefs der BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Republik Südafrika) und führende Vertreter der Geschäftskreise teilnahmen.

BRICS nehme einen einzigartigen Platz in der globalen Wirtschaft ein, so der russische Präsident. „Es ist der weltweit größte Markt. Auf unsere Länder entfallen 40 Prozent der Erdbevölkerung. Die BRICS-Staaten besitzen immense Naturressourcen, sie verfügen über eine gut ausgebaute Industriebasis und hochqualifizierte Fachleute und haben einen Anteil von 30 Prozent am Bruttoweltprodukt."

Putin verwies darauf, dass das durchschnittliche Wachstumstempo der Wirtschaft der BRICS im Jahr 2012 vier Prozent gegenüber 0,7 Prozent in der G-7 betragen hat.

Wie der russische Finanzminister Anton Siluanow am Dienstag mitteilte, haben die Finanzminister der BRICS-Länder die Gründung einer Entwicklungsbank erörtert. Fragen des Kapitalvolumens und der Höhe der Versicherungsbeiträge seien noch offen geblieben, so Siluanow.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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