„Double 2“: das Online-Festival des russischen Kinos

Am 26. März startete das IV. Online-Festival Double 2. Gute russische Filme, die es nicht in den Massenverleih schafften, bekommen hier noch einmal die Chance Zuschauer zu finden. Die Filme kann man kostenlos im Internet sehen.

Auf dem Festival, das vom 26. März bis 12. April stattfindet, gibt es zwei Programmblöcke: „Russlands unbekannte Filme. Eine Schau der Meister" und „Animation, XXI". Jeden Film kann man sich innerhalb von 48 Stunden zu jeder beliebigen Zeit auf d2.rg.ru ansehen. Im Festivalprogramm laufen Filme von Andrej Swjaginzew, Alla Surikowa, Karen Schachnasarow, Walerij Todorowskij usw. 

«Es ist kein Festival der brandaktuellen Filme, obwohl es im Programm auch solche gibt. Double 2 ist die zweite Premiere, die wir für Filme ausrichten, die nicht vor einem breiten Publikum gezeigt wurden. Einige von ihnen, obwohl sie in ein-zwei Moskauer Kinotheatern und in ein paar der größten Städte des Landes gezeigt wurden, erreichten aber trotzdem nicht die Mehrheit der potenziellen Kinobesucher, die sich nach wie vor für gutes Kino interessieren. „Wir haben gar nicht gewusst, dass bei uns noch solche Filme gemacht werden!", heißt es in einer von vielen E-Mails, die nach den ersten drei Festivals hereinkamen», schreibt der Kurator des Festivals Walerij Kitschin, Kinokritiker und Kommentator der „Rossijskaja Gaseta", in seinem Blog.

 Eröffnet wird das Festival mit dem Film „Iskuplenie" (Sühne) von Alexander Proschkin: Die Geschichte spielt in der ersten Silvesternacht nach Kriegsende in einer Stadt im Süden. Es geht um die Suche nach übriggebliebenen Feinden, Verrat und Liebe in einer Welt, die gerade anfängt sich an den Frieden zu gewöhnen.

 

Ebenso steht das berühmte Mammutwerk von Sergej Solowjow „Anna Karenina" auf dem Programm, das nach dem triumphalen Kino- und Fernseherfolg der „Anna Karenina" von Joe Wright von besonderer Aktualität ist. 

 

 

Die Zuschauer bekommen die Gelegenheit, über ihre Lieblingsfilme abzustimmen - das Festival ist auch als Rückkopplungssystem gedacht, als Gelegenheit, den Filmemachern zu zeigen, was die Zuschauer über sie denken, wenn denn die Filme sie erreichen. Die Filme werden auf Russisch gezeigt, bei „Isgnanie" und „Anna Karenina" gibt es englische Untertitel.