Putin will Philosophen Kant als Symbol der Ostsee-Exklave Kaliningrad

Russlands Präsident Wladimir Putin will den deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) zu einem Symbol der Baltischen Universität und der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad um das

ehemalige Königsberg machen. Putin habe bereits die zuständigen Stellen beauftragt, diese Frage unter die Lupe zu nehmen, wurde am Montag in Moskau mitgeteilt. Am gleichen Tag war der Staatschef mit Studenten und Dozenten der Staatlichen Baltischen Immanuel-Kant-Universität in Kaliningrad zusammengetroffen. Dabei schlug eine Studentin vor, den Namen des berühmten Philosophen zum Symbol der Stadt und der gesamten Region zu machen.

Er sei einverstanden, sagte Putin und erinnerte daran, dass Kants erstes Traktat "Zum ewigen Frieden" im Grunde genommen ein erster Versuch gewesen war, die Vereinigung Europas nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) zu begründen. "In diesem Sinne ist die Figur Kants symbolisch für ganz Europa", sagte Putin. Der Präsident sprach sich dafür aus, Kants Werke in russischer Sprache herauszugeben. Natürlich werde das viel Zeit in Anspruch nehmen, vor allem wegen der Übersetzung. "Bereiten Sie Ihre Vorschläge vor", forderte Putin die Anwesenden auf.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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