Fuchs voll drauf: Umstrittene Ausstellung in St. Petersburg eröffnet

Die britische Künstlerin Adele Morse ist mit ihrem ausgestopften Rotfuchs, der in Russland Starruhm genießt, in Petersburg angekommen und zeigt ihre Arbeit und Fotocollagen mit dem „bedröhnten Fuchs" ab heute im Café Geometria. „Ich habe nur den Fuchs nach Petersburg mitgenommen, da ich noch nie Tiere über die Grenze transportiert habe und nicht wusste, wie die Zollbehörden reagieren", sagte Morse bei der Ausstellungseröffnung. Wie die Taxidermistin ausführte, hatte sie zahlreiche Angebote bekommen, ihr Werk in St. Petersburg, Moskau und anderen russischen Städten zu präsentieren. „Es ist sehr mühsam, ein Visum machen zu lassen, daher bin ich nicht für besonders lange in Russland. Aber ich komme auf jeden Fall wieder und bringe andere Arbeiten mit", so die junge Britin.

Gemeinsam mit Morse in St. Petersburg ist der junge Mann, der den „bekifften Fuchs" als erster im Internet ersteigert hatte. Der DJ stellt das Präparat Morse für die Zeit der Ausstellung gegen Bezahlung zur Verfügung.

Vor der Ausstellung steht ein Mann Einzel-Mahnwache und fordert den sofortigen Stopp des Kunstprojekts. Die Exponate „entsprechen nicht der Petersburger Kultur", so der Demonstrant. „Ich fordere, dass die Ausstellung geschlossen wird und Adele Morse wieder zu sich nach Hause fährt. So eine Ausstellung darf es bei uns in der Stadt nicht geben", sagte der Gegner zu RIA Novosti.

Der „zugedröhnte Fuchs" war im Herbst 2012 bekannt geworden, nachdem seine Schöpferin ihn auf eBay zum Verkauf ausgeschrieben hatte. Ein Mann aus Manchester kaufe die Taxidermie für 330 Pfund. Im russischen Internet wurde der Fuchs zur beliebten Schablone für Fotocollagen mit Stars aus Kultur, Politik und Geschichte.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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