Putin stellt Kraftausdrücke in Medien unter Strafe

Mit der Unterschrift von Präsident Wladimir Putin wird die Verwendung von Kraftausdrücken in den russischen Medien unter Strafe gestellt, teilt die Website des Kreml am Montag mit. „Das föderale

Gesetz mit dem Ziel der Einführung von Administrativstrafen für das Verfassen und Verbreiten von Produkten für die Massenmedien unter Verwendung anstößiger Schimpfwörter ist angenommen worden", heißt es in der Mitteilung des Kreml.

Die Staatsduma  hatte das Gesetz am 19. März angenommen, der Föderationsrat (Oberhaus) hatte es am 27. März abgesegnet. Medieninhalte, in denen Ausdrücke aus der tabuisierten Vulgärsprache (dem sogenannten russischen Mat) vorkommen, werden in Zukunft mit Ordnungsstrafen zwischen 50 und 75 Euro für Privatpersonen, zwischen 125 und 500 Euro für Amtspersonen und 500 bis 5000 Euro für juristische Personen geahndet. Das betreffende Material wird in jedem Fall eingezogen. Welche Wörter und Ausdrücke dabei als „allzu deutlich" gelten, soll eine eigens einberufene Philologen-Expertengruppe festlegen. Wie die Autoren des Gesetzes betonen, gilt das „Schimpfwörter-Verbot" auch für Online-Medien.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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