Korea-Krise: Russland plant vorerst keinen Abzug seiner Bürger aus Südkorea

Russlands Botschaft in Seoul hat vorerst nicht vor, russische Staatsangehörige aus Südkorea zu evakuieren. Eine entsprechende Erklärung gab der Botschaftssprecher Nikita Charin am Dienstag

telefonisch gegenüber RIA Novosti ab. Damit nahm er Stellung zur jüngsten nordkoreanischen Empfehlung an die in Südkorea ansässigen Ausländer, angesichts eines drohenden militärischen Konfliktes das Land zu verlassen. „Jetzt sind wir dabei, unsere Position dazu zu konzipieren", so der Sprecher. Vorläufig gebe es keine Entscheidungen, die auf eine Evakuierung hinauslaufen würden.

Nordkorea hatte in einer Empfehlung „alle internationalen Organisationen, Unternehmen und Touristen" aufgefordert, über Evakuierungsmaßnahmen nachzudenken. In letzter Zeit haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Koreas wesentlich verschlechtert. Anfang April tauchten Vermutungen auf, Nordkorea könnte den Teststart einer ballistischen Rakete unternehmen.  Südkoreanische Medien berichteten mit Hinweis auf Aufklärungsinformationen, dass Nordkorea zwei ballistische Mittelstreckenraketen vom Typ Musudan mit einer Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern an seine Ostküste verlegt haben soll.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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