Putin: Rechte Homosexueller in Russland nicht geschmälert

Die Rechte der sexuellen Minderheiten in Russland werden nach Worten von Präsident Wladimir Putin nicht geschmälert. "Diese Menschen genießen alle Freiheiten und Rechte wie die übrigen Bürger Russlands, sie bekleiden verschiedene Ämter und können Karriere machen", sagte Putin am

Montag auf einer Pressekonferenz in Amsterdam nach seinen Verhandlungen mit Regierungschef Mark Rutte. Er als Präsident habe auch die Interessen von Vertretern der sexuellen Minderheiten mit zu berücksichtigen.

"Es kommt darauf an, einen Kompromiss mit dieser Gemeinschaft herbeizuführen und eine Kooperation mit ihnen zu vereinbaren. Wir sollten uns nicht zanken, sondern uns einigen, einander verstehen und konkrete zivilisierte Regeln ausarbeiten. Ich denke, dass dies durchaus möglich ist", sagte der russische Präsident.

 Putin hat auch Unterschiede in der Einstellung der Russen und der Niederländer zum Problem der Legalisierung von Homo-Ehen mit unterschiedlicher Mentalität beider Nationen erklärt. "In Moskau gibt es entsprechende Stimmungen. Aber ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass ein Moskauer Gericht eine Organisation genehmigen würde, die Pädophilie propagiert. In Holland ist es möglich", sagte Putin. "Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass es bei uns eine Partei gegründet wird, die sich gegen Frauen in der Politik aussprechen würde. Aber hierzulande gibt es eine solche Partei... Bei der Lösung dieser Probleme wäre es besser, einander mehr Gehör zu schenken und einander mehr zu achten", fuhr der russische Staatschef fort.

"Nehmen wir an, eine offizielle Organisation in Russland würde Pädophilie propagieren. Ich denke, dass Leute in einigen Regionen die Waffe in die Hand nehmen würden. Das trifft auch auf sexuelle Minderheiten zu. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Tschetschenische Republik Homo-Ehen genehmigen würde. Und Sie, können Sie sich das vorstellen?" Putin hob hervor, dass es insbesondere darauf ankommt zu verstehen, "in welcher Gesellschaft wir leben". "Wenn wir das verstehen, werden wir auch die Beziehungen entsprechend aufbauen", sagte der Präsident.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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