Nato will sich mit Russland über Truppenabzug aus Afghanistan beraten

Im Vorfeld des für 2014 geplanten Truppenabzugs aus Afghanistan haben sich Nato-Vertreter an das russische Verteidigungsministerium mit der inoffiziellen Bitte gewandt, Zutritt zu Materialien über den Abzug der Sowjettruppen aus Afghanistan im Jahr 1989 zu bekommen, schreibt heute die Zeitung „Kommersant".

Die Zeitung beruft sich auf Quellen in der Allianz. Auch der Generalstab der russischen Streitkräfte bestätigte der Zeitung diese Information. Die Nato-Vertreter wollen mit Teilnehmern der damaligen Ereignisse zusammentreffen, die Dokumente zur Afghanistan-Periode gemeinsam analysieren, ihre Mobilmachungskapazitäten und jene vergleichen, die die UdSSR am Ende der Afghanistan-Kampagne gehabt hatte, und diese Erfahrungen beim Truppenabzug aus Afghanistan nutzen.

„Im Grunde genommen gibt es keine Gründe, unseren Partnern abzusagen. Wenn die Informationen ihnen helfen, so würde dies uns ermöglichen, den Dialog zu festigen", sagte eine Quelle im Verteidigungsministerium zu „Kommersant".

Es wird auch darauf verwiesen, dass es sich nicht um einmalige Konsultationen handelt. Die substantiellen Verhandlungen können im Rahmen einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Sicherheitskonferenz am 23. und 24. Mai in Moskau stattfinden.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.