Zypern: Casinos, Gas und Tourismus sollen aus der Krise helfen

Zypern will der drohenden Rezession mit Gas, Tourismus und Casinos entgegenwirken, schreibt die Zeitung „Wedomosti" am Montag. Der zypriotische Präsident Nicos Anastasiadis hat im staatlichen Fernsehsender CyBC neue Maßnahmen gegen die Krise angekündigt. Das Programm solle zum Ende Mai vorbereitet werden, so der Pressedienst des zypriotischen Präsidenten.

Zu den Maßnahmen gehört der Bau eines Flüssiggas-Terminals. Damit kann die Insel zu Europas größtem Zentrum der Herstellung von Flüssiggas aufsteigen. Regierungsangaben zufolge verhandelt Zypern mit den USA und Israel. Nach Angaben von Noble Energy liegen in Zypern Gasvorräte von rund 254,9 Milliarden Kubikmeter. Die Deutsche Bank schätzte Zyperns Ressourcen auf 18,5 bis 29,5 Milliarden Euro (103-163 Prozent des BIP). Wie jedoch Fiona Mullen von Sapienta Economics betonte, sind mehr Gasvorräte erforderlich, um zu einem Gas-Hub aufzusteigen. Um ein Flüssiggas-Werk zu bauen, braucht es mindestens zehn Jahre sowie zusätzliche Ausgaben.

Was andere Maßnahmen betrifft, so werden für die Unternehmen, die neue Mitarbeiter einstellen, Steuerermäßigungen vorgesehen sein. Vorgeschlagen wurde ebenfalls, den Bau von Casinos zu erlauben. Außerdem werden Maßnahmen zur Tourismusentwicklung ausgearbeitet. Für die Tourismusbranche werden 21 Millionen Euro zur Förderung von 6000 Arbeitsplätzen bereitgestellt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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