Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst ist wiedereröffnet

Am 24.04 fand die feierliche Wiedereröffnung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst statt. Ab 25. April wird den Besuchern die neue Dauerausstellung „Deutschland und die Sowjetunion im zweiten Weltkrieg 1941- 1945" gezeigt. Die 1995 konzipierte Ausstellung wurde an den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand angepasst. Sie setzt sich mit dem Deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945 auseinander.

Der Krieg wird dabei aus der dualen Sicht – der deutschen und der sowjetischen Akteure –gezeigt. Mit den neuen, bisher nie ausgestellten Exponaten, werden überraschende Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg ermöglicht. Neu an der Ausstellung ist die Präsentation von individuellen Lebenswegen: gezeigt unter anderem durch Filme und biographische Informationen. Durch besucherorientierte Vermittlung möchte das Museum insbesondere jüngere Zielgruppen ansprechen.

Seit 1995 schafft das Deutsch-Russische Museum Räume für kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und Erinnerung, für Bildung und Begegnung sowie für Verständigung zwischen Russen und Deutschen. Zugleich präsentiert sich das Museum als historischer Ort, an dem in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht beendet wurde. Als einzige Einrichtung in Deutschland legt sie den Fokus auf den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion.

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