Experte: Verlust von Progress-Raumfrachter hätte Russland 200 Millionen US-Dollar gekostet

Der Verlust des Raumtransporters Progress M-19M hätte Russland rund 200 Millionen US-Dollar gekostet. Das sagte der Chef des Raketenbauers Energija, Witali Lopota, am Freitag in Moskau nach einem erfolgreichen Andocken des Frachters, der eine defekte Navigationsantenne hatte, an der Internationalen Weltraumstation ISS. "Wäre das Andockmanöver gescheitert, hätte der Frachter von seiner Umlaufbahn weggebracht werden müssen und die ISS-Besatzung die benötigten Güter nicht erhalten", sagte Lopota.

Die Progress M-19M hatte sich am Freitag ungeachtet der nicht geöffneten Navigationsantenne an der ISS festgemacht. Der Transporter legte am russischen ISS-Servicemodul Swesda an, ohne von der ISS-Crew gesteuert werden zu müssen.

Die Antenne des automatischen Annäherungs- und Andocksystems „Kurs" des Raumschiffes hatte sich nach dem Start am Mittwoch nicht entfaltet. Wiederholte Versuche des Flugleitzentrums in Koroljow bei Moskau, die verklemmte Navigationsantenne zu öffnen, scheiterten.

Der Frachter mit rund 2,4 Tonnen Versorgungsgüter für die ISS-Besatzung - Trinkwasser, Lebensmittel, Wäsche, medizinische Ausrüstungen, Forschungsgeräte, Privatpost, Bücher und Treibstoff - war am vergangenen Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan gestartet.

 

Dieser beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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